21 April 2026, 00:28

Münchner "Marsch für das Leben" polarisiert mit 7.000 Teilnehmern und Gegenprotesten

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße mit Laternen, die Kameras halten, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Münchner "Marsch für das Leben" polarisiert mit 7.000 Teilnehmern und Gegenprotesten

Tausende Menschen gingen am Samstag in München bei der sechsten jährlichen Marsch für das Leben-Demonstration auf die Straße. Nach Angaben der Veranstalter nahmen etwa 7.000 Personen teil, während die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf rund 4.500 schätzte. Die Demonstranten forderten einen besseren Schutz für ungeborene Kinder und warben für das, was sie als "Kultur des Lebens" bezeichnen.

Der Marsch verlief zunächst friedlich, wobei die Teilnehmenden sich gegen Abtreibungen aussprachen und ihre Überzeugung betonten, das Leben von der Empfängnis an zu schützen. Silja Fichtner, Vorsitzende der Initiative Stimme der Ungeborenen, bekräftigte die Position ihrer Organisation, das Leben in allen Phasen – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – zu bewahren. Auch mehrere römisch-katholische Bischöfe unterstützten die Demonstration und übermittelten den Teilnehmenden Solidaritätsbotschaften.

Gegenproteste blieben nicht aus: Rund 1.500 Gegner der Veranstaltung versammelten sich in der Nähe. Eine Gruppe blockierte zeitweise eine Straße, wodurch der Marsch für etwa 45 Minuten zum Stehen kam. Die Demonstration fand vor dem Hintergrund wachsender Forderungen von Abtreibungsbefürwortern statt, die in den letzten Monaten eine Ausweitung des Zugangs zu Schwangerschaftsabbrüchen fordern.

Die Organisatoren kündigten bereits die nächsten Märsche für das Leben an, die am 19. September sowohl in Berlin als auch in Köln stattfinden sollen.

Die Münchner Demonstration unterstrich die anhaltende Spaltung in der deutschen Debatte über Abtreibungsrechte. Während die Veranstalter und Teilnehmenden den Marsch als Einsatz für das ungeborene Leben darstellten, machten die Gegenprotestler ihren Widerstand deutlich. Die kommenden Kundgebungen in Berlin und Köln werden voraussichtlich erneut sowohl Unterstützung als auch Kritik auf sich ziehen.

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