26 March 2026, 22:21

NDR trennt sich von Moderatorin Julia Ruhs – BR hält an ihr fest

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Sprechen mit Reportern vor einem Gebäude mit einer Gruppe von Menschen, die Mikrofone und eine Seilabsperrung halten, bei bewölktem Himmel.

NDR trennt sich von Moderatorin Julia Ruhs – BR hält an ihr fest

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat die Zusammenarbeit mit der Moderatorin Julia Ruhs für das Reportageformat "Klar" beendet. Die Entscheidung fällt nach drei von Ruhs moderierten Folgen, die jeweils von der NDR-Redaktion abgenommen worden waren. Parallel dazu wird sie das gleiche Format weiterhin für den Bayerischen Rundfunk (BR) präsentieren.

Der Schritt hat in Medienkreisen eine Debatte ausgelöst: Einige verteidigen die Entscheidung, andere kritisieren sie als überzogen.

Julia Ruhs begann ihre Karriere als Freiwillige beim BR und stieg innerhalb von drei Jahren zur Moderatorin auf. Neben ihrer Tätigkeit beim Rundfunk schrieb sie für die "Bild"-Zeitung und veröffentlichte das Buch "Links-grüne Meinungsmacht: Die Spaltung unseres Landes". Ruhs bezeichnet ihre politische Haltung als "konservativ-liberal", wobei ihre öffentlichen Äußerungen vor ihrem Einstieg beim NDR kaum dokumentiert sind.

Die Entscheidung des NDR, Ruhs für künftige "Klar"-Folgen durch Tanit Koch zu ersetzen, stößt auf geteilte Reaktionen. Die Komikerin Idil Baydar (bekannt als Jilet Ayse) unterstützte den Sender und bezeichnete Ruhs' Stil als "Populismus und schlechten Journalismus". Dagegen argumentierte Oliver Welke, Moderator der ZDF-heute show, der NDR hätte sie behalten sollen, und merkte an: "Wir müssen alle mehr aushalten können."

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Ruhs selbst reagierte auf die Kritik auf X und nannte die heute show"Etwas gemein, aber sehr witzig". Trotz der Kontroverse bleibt sie beim BR, wo sie "Klar" wie geplant weiter moderieren wird.

Die Änderung bedeutet, dass Tanit Koch das Format künftig für den NDR übernehmen wird, während Ruhs beim BR bleibt. Die Entscheidung spiegelt unterschiedliche Auffassungen über journalistische Standards und die Auswahl von Moderator:innen wider. Ruhs' Karriere beim BR bleibt davon jedoch unberührt.

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