Netanyahu lebt: Warum sich Todesgerüchte im Netz hartnäckig halten
Evangelos RörrichtNetanyahu lebt: Warum sich Todesgerüchte im Netz hartnäckig halten
Gerüchte über den Tod von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu verbreiten sich erneut im Netz
In diesem Monat haben sich erneut Spekulationen über den angeblichen Tod des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in den sozialen Medien ausgebreitet. Ein virales Video und entsprechende Beiträge befeuerten die Vermutungen, er könnte nicht mehr am Leben sein. Besonders an Fahrt gewannen die Behauptungen, nachdem eine Umfrage eines finnischen Wissenschaftlers die Debatte neu entfacht hatte.
Der jüngste Anstieg der Gerüchte begann, als Tuomas Malinen, Professor an der Universität Helsinki, eine Umfrage in den sozialen Medien teilte. Nutzer griffen die Theorie schnell auf und behaupteten unter anderem, Netanyahu könnte bei einem Raketenangriff am 8. März getötet worden sein. Andere behaupteten, sein Privatjet sei in Berlin am Boden geblieben – doch für keine dieser Behauptungen gab es Belege.
Einige Beobachter verwiesen auf Veränderungen in seiner Sprechweise und ungewöhnliche Formulierungen in aktuellen Videoaufnahmen. Die Zweifel verstärkten sich weiter, als Theorien über Doppelsänger oder KI-generierte Aufnahmen die Runde machten. In manchen Posts wurden sogar angebliche Todesdaten und unbestätigte Berichte über den Aufenthaltsort seiner Leiche diskutiert.
Am 14. März nahm Netanyahu selbst zu den Gerüchten Stellung. Auf der Plattform X veröffentlichte er ein sarkastisches Video, in dem er scherzte: "Ich könnte für Kaffee sterben", während er alle zehn Finger zeigte, um Vorwürfe einer KI-Manipulation zu widerlegen. Sein Büro bezeichnete die Theorien als "Fake News" und bestätigte, dass es keine Anschläge auf ihn gegeben habe. Offizielle Stellen betonten zudem, dass Netanyahu weiterhin öffentliche Auftritte absolviert und die Regierung führt.
Frühere Berichte hatten enthüllt, dass Netanyahu den damaligen US-Präsidenten Donald Trump einst davon überzeugt hatte, ein militärischer Schlag könnte das iranische Regime stürzen. Doch die aktuelle Spekulation konzentrierte sich ausschließlich auf seinen gegenwärtigen Status – nicht auf frühere politische Manöver.
Die Behörde des Ministerpräsidenten wies alle Behauptungen über seinen Tod entschieden zurück. Netanyahu bleibt weiterhin aktiv im öffentlichen Leben, ohne dass es bestätigte Vorfälle gegeben hätte, die seine Sicherheit bedrohen. Die hartnäckigen Gerüchte zeigen, wie schnell unbelegte Theorien sich im Internet verbreiten können.






