15 May 2026, 12:44

Neue Arbeitsschutzregeln: Bessere Schutzkleidung gegen Hitzestress gefordert

Ein Mann auf einem weißen Hintergrund trägt einen leichten, atmungsaktiven Tarnanzug mit Kapuze und Maske, der für den Schutz vor gefährlichen Materialien entworfen wurde.

Neue Arbeitsschutzregeln: Bessere Schutzkleidung gegen Hitzestress gefordert

Neue Arbeitsschutzregeln legen größeren Wert auf funktionelle Schutzkleidung gegen Hitzestress

Die überarbeiteten ASR A5.1-Richtlinien berücksichtigen nun Außentemperaturen, Luftfeuchtigkeit, Windverhältnisse und die Art der ausgeführten Tätigkeiten. Arbeitgeber werden aufgefordert, sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen anzupassen, um Beschäftigte bei steigenden Temperaturen zu schützen.

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Die aktualisierten ASR A5.1-Vorgaben führen strengere Standards für den Umgang mit Hitzeeinwirkung ein. Faktoren wie Lufttemperatur, Feuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und die körperliche Belastung durch die Arbeit prägen nun die Sicherheitsprotokolle. Unternehmen müssen diese Bedingungen bewerten, um geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.

Zu den technischen Lösungen zählen Beschattungssysteme, verbesserte Belüftung und Wasserkühlanlagen. Organisatorisch werden flexible Arbeitszeiten, längere Pausen und die Bereitstellung von Trinkwasser empfohlen. Wo möglich, sollten Tätigkeiten in kühlere Bereiche verlegt oder in kühleren Tageszeiten erledigt werden.

Schutzkleidung entwickelt sich zunehmend zur zentralen Abwehr gegen Hitzestress. Stoffe mit hoher Atmungsaktivität – erkennbar an niedrigen R- oder MVTR-Werten – reduzieren die Wärmespeicherung. Leichtere Materialien mit geringem R- oder Clo-Wert steigern den Tragekomfort bei Hitze. Belüftungszonen, 3D-Distanzgewebe und luftdurchlässige Strukturen fördern zusätzlich die Luftzirkulation.

Auch bei den Materialien gibt es Fortschritte: Hydrophile Beschichtungen und leichte Hochleistungsfasern optimieren die Feuchtigkeitsregulierung, ohne die Haltbarkeit zu beeinträchtigen. Polyester- und Polyamid-Mischgewebe, bekannt für schnelle Trocknung und Feuchtigkeitstransport, setzen sich in heißen Arbeitsumgebungen durch. Zudem arbeitet Kübler an einer zellulosebasierten Beschichtung, die Schutzkleidung bei Sonneneinstrahlung aktiv kühlt.

Persönliche Schutzmaßnahmen bleiben unverzichtbar. Beschäftigte sollten geeignete Kleidung, Sonnencreme sowie Accessoires wie Hüte und Sonnenbrillen nutzen, um direkte Sonneneinstrahlung zu minimieren und hitzebedingte Erkrankungen vorzubeugen.

Da technische und organisatorische Lösungen oft begrenzt sind, gewinnt funktionale Schutzkleidung an Bedeutung für die Arbeitssicherheit. Die neuen Vorschriften treiben die Entwicklung von Stofftechnologien und Designs voran, die Hitze besser regulieren. Arbeitgeber und Hersteller setzen zunehmend auf innovative Ansätze, um Beschäftigte unter immer anspruchsvolleren Bedingungen zu schützen.

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