24 March 2026, 06:27

Neue Energieeffizienz-Regeln: Wie die EU-Skala von A bis G Immobilienwerte verändert

Liniengraph, der die Erzeugung von elektrischer Energie aus anderen Quellen von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Neue Energieeffizienz-Regeln: Wie die EU-Skala von A bis G Immobilienwerte verändert

Deutschland überarbeitet seine Energieeffizienzvorschriften für Gebäude, um sie an die strengeren EU-Standards anzupassen. Die bekannte Skala von A+ bis H wird ab Mai 2026 verschwinden und durch eine neue Einstufung von A bis G ersetzt. Diese Änderung ist Teil umfassender Reformen, mit denen Klimaziele erreicht und die Transparenz auf dem Immobilienmarkt verbessert werden sollen.

Die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie (Energy Performance of Buildings Directive) setzt klare Fristen für emissionsfreie Neubauten. Ab 2028 müssen alle neuen öffentlichen Gebäude den Null-Emissions-Standard erfüllen, während private Neubauten bis 2030 Zeit haben. Das neue System führt zudem strengere Kriterien für die besten Bewertungen ein: Nur Gebäude ohne CO₂-Ausstoß erhalten die Klasse A – eine deutlich höhere Anforderung als die bisherige Kategorie A+.

Nach den neuen Regeln werden die 15 % der energieineffizientesten Gebäude in Deutschland automatisch in die Klasse G eingestuft. Zwar sind die genauen regionalen Auswirkungen noch unklar, doch diesen Immobilien droht ein sogenannter "Brauner Abschlag" – ein Wertverlust aufgrund schlechter Energieeffizienz. Gebäude der Klasse A könnten hingegen einen Preisaufschlag erzielen.

Die Reform erweitert die Pflicht zur Vorlage eines Energieausweises. Vermieter müssen diesen künftig nicht nur bei Neuvermietungen, sondern auch bei der Verlängerung bestehender Mietverträge oder größeren Sanierungen vorlegen. Verstöße gegen die Offenlegungspflicht können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Die Bundesregierung ersetzt zudem das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Dieses soll EU-Vorgaben umsetzen und einen klareren Fahrplan für die Wärmewende in Deutschland bieten. Allerdings könnten ältere Energieausweise, die noch nach dem GEG ausgestellt wurden, an Marktakzeptanz verlieren, sobald die neue Skala Standard wird.

Die Klassifizierung eines Gebäudes kann sich im Laufe der Zeit verschieben – etwa durch Änderungen der nationalen Durchschnittswerte oder aktualisierte Effizienzgrenzen. Das bedeutet, dass einige Immobilien in der Skala auf- oder absteigen könnten, ohne dass physisch etwas am Gebäude verändert wird.

Die neue A-bis-G-Skala tritt ab Mai 2026 in Kraft und bringt strengere Effizienzstandards sowie erweiterte Offenlegungspflichten mit sich. Hauseigentümer, Käufer und Mieter müssen sich auf die Änderungen einstellen, die sich auf Marktwerte und Sanierungsentscheidungen auswirken könnten. Die Reformen sind Teil eines größeren Vorhabens, die Emissionen zu senken und den deutschen Gebäudebestand im Einklang mit den EU-Klimazielen zu modernisieren.

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