24 May 2026, 16:29

Niedersachsen hebt verborgene Schätze: Neue Karten zeigen geothermisches Potenzial unter unseren Füßen

Diese Regionen eignen sich gut für geothermische Projekte

Niedersachsen hebt verborgene Schätze: Neue Karten zeigen geothermisches Potenzial unter unseren Füßen

Eine neue Kartenserie soll dabei helfen, das tiefe geothermische Potenzial in Niedersachsen zu erschließen. Der Niedersächsische Geothermiedienst (NGD) hat die Daten veröffentlicht, die Regionen ausweisen, die sich besonders für die Gewinnung von Wärme aus tiefen Gesteinsschichten eignen.

Im Fokus stehen Gesteinsformationen, die über 200 Millionen Jahre alt sind und zur Exter-Formation aus der Keuper-Zeit gehören. Diese Schichten, die in Tiefen von bis zu 2.600 Metern liegen, weisen Temperaturen von über 100 Grad Celsius auf. Ihre wasserdurchlässigen Sandsteine erfüllen in Teilen Niedersachsens die entscheidenden Voraussetzungen für die geothermische Nutzung.

Die Daten basieren auf mehr als 1.100 Tiefenbohrungen in der Region. Sie sollen Gemeinden, Versorgungsunternehmen und energieintensiven Industrien helfen, vielversprechende Standorte effizienter zu identifizieren. Tiefe Geothermieanlagen erfordern in der Regel Bohrungen von über 400 Metern, wobei die meisten deutschen Bohrungen zwischen 2.000 und 3.500 Meter tief reichen.

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Bei diesen Systemen wird heißes Wasser durch eine Bohrung an die Oberfläche gepumpt, seine Wärme für Fernwärme oder industrielle Zwecke genutzt und anschließend wieder in den Untergrund zurückgeleitet. Trotz steigender Nachfrage bleibt das geothermische Potenzial in Norddeutschland bisher weitgehend ungenutzt – vor allem wegen der hohen Bohrkosten und der Risiken bei der Erkundung. Die neuen Karten stehen nun online zur Verfügung, um Planungs- und Investitionsentscheidungen zu unterstützen.

Die Erkenntnisse des NGD zielen darauf ab, die Nutzung tiefer Geothermie als zentralen Baustein der Energiewende in Niedersachsen zu beschleunigen. Durch detaillierte Untergrunddaten verringern die Karten die Unsicherheit für Projektentwickler und lokale Behörden. Dies könnte zu mehr Vorhaben führen, die die unterirdischen Wärmevorkommen der Region erschließen.

Quelle