Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister wachsen, Industrie und Energie leiden
Maria-Theresia ThanelNiedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister wachsen, Industrie und Energie leiden
Niedersachsens Wirtschaft durchlebte 2024 ein gemischtes Jahr: Die Gesamtumsätze der Unternehmen sanken um 1,8 %, während das kumulierte Bruttoeinkommen umsatzsteuerpflichtiger Firmen auf rund 746 Milliarden Euro zurückging. Doch während einige Branchen mit Rückgängen kämpften, verzeichneten andere deutliche Zuwächse.
Die größten Verluste meldete der Energiesektor, wo die Erlöse um 17 % einbrachen. Auch die verarbeitende Industrie litt unter einem Umsatzrückgang von 5,5 % – besonders betroffen waren der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung.
Dienstleistungsbranchen hingegen entwickelten sich positiv: Finanz- und Versicherungsdienstleister steigerten ihre Einnahmen spürbar, und auch wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen legten zu. Trotz dieser Wachstumsimpulse reichten die Zuwächse nicht aus, um die deutlichen Einbußen in Produktion und Handel auszugleichen.
Die Zahl der registrierten Unternehmen in Niedersachsen stieg leicht um 0,6 % auf 276.260 – ein Hinweis auf die schrittweise Verlagerung hin zu einer dienstleistungsorientierten Wirtschaft.
Die Jahresbilanz 2024 unterstreicht einen klaren Trend: Traditionelle Sektoren wie Energie und Industrie verlieren an Gewicht, während Dienstleistungsbranchen expandieren. Zwar sank der Gesamtumsatz, doch die Zunahme der Unternehmenszahlen deutet auf veränderte wirtschaftliche Prioritäten hin. Die Daten spiegeln einen fortlaufenden Strukturwandel in Niedersachsens Wirtschaftslandschaft wider.






