30 April 2026, 04:23

Ökonomen zerpflücken Deutschlands maroden Bundeshaushalt und warnen vor Schuldenfalle

Eine Liniengrafik, die den Betrag der öffentlichen Verschuldung über die Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ökonomen zerpflücken Deutschlands maroden Bundeshaushalt und warnen vor Schuldenfalle

Deutschlands Bundeshaushalt steht in der scharfen Kritik führender Ökonomen. Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen, bezeichnete den aktuellen Finanzplan als "alles andere als solide". Experten warnen, dass steigende Schulden und zögerliche Reformen künftigen Generationen eine schwere Last aufbürden könnten.

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Peichl verwies auf wachsende Bedenken hinsichtlich der Kreditaufnahme der Regierung. Er erklärte, dass neue Schulden die Zinsbelastung in die Höhe treiben und so weniger Spielraum für dringende Ausgaben bleibt. Als Lösung schlägt er eine umfassende Überprüfung der Staatsausgaben und Subventionen vor, um die Haushaltsdisziplin wiederherzustellen.

Zudem regte er höhere Steuern auf Alkohol und Tabak an sowie die Einführung einer Zuckerabgabe. Diese Mittel sollten laut Peichl präventive Programme finanzieren – und nicht etwa Haushaltslücken stopfen.

Emilie Höslinger vom Ifo-Zentrum für Makroökonomie und Umfragen teilte diese Sorgen. Sie argumentierte, dass die Schuldenbremse – eigentlich dazu gedacht, die Neuverschuldung zu begrenzen – zu viele Schlupflöcher aufweise, um wirksam zu sein. Ohne strengere Reformen, warnte sie, würden die explodierenden Zinskosten junge Steuerzahler noch über Jahre belasten.

Die Warnungen zeichnen das Bild eines unter Druck geratenen Finanzsystems. Höhere Abgaben auf ungesunde Produkte und strengere Ausgabenkontrollen werden als mögliche Lösungen diskutiert. Ohne Gegenmaßnahmen, so die Ökonomen, werde der Preis für Untätigkeit für diejenigen steigen, die die Schulden eines Tages erben.

Quelle