05 June 2026, 18:15

Olympia-Bewerbung Deutschlands: Hamburg und Berlin kämpfen mit Widerstand und Hürden

Berlin und Olympia

Olympia-Bewerbung Deutschlands: Hamburg und Berlin kämpfen mit Widerstand und Hürden

Deutschlands Bewerbung um die Olympischen Spiele steht vor Unsicherheiten, da Städte öffentliche Unterstützung und rechtliche Hürden abwägen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September einen Kandidaten auswählen, doch in einigen Regionen könnte Widerstand den Prozess erschweren. Hamburg und Berlin, beide potenzielle Gastgeber, sehen sich mit unterschiedlicher Rückendeckung und strengen Referendumsregeln konfrontiert.

Die Chancen Hamburgs, die Spiele auszurichten, bleiben ungewiss. Bei einem Referendum 2015 lehnten die Bürger eine Bewerbung ab – 51,6 Prozent stimmten dagegen. Aktuelle Umfragen zeigen gemischte Ergebnisse ohne klare Mehrheit für die Olympischen Spiele. Eine besondere Regelung der Stadt verlangt, dass bei Volksabstimmungen auch Gegenpositionen in die Fragestellung einfließen – dafür ist eine Zweidrittelmehrheit im Landesparlament nötig, die Hamburg jedoch nicht erreicht.

Auch in Berlin gestaltet sich der Weg schwierig. Bürgermeister Kai Wegner (CDU) befürwortet eine öffentliche Abstimmung, doch die Grünen und die Linke lehnen dies ab. Die von diesen Parteien unterstützte Kampagne „NoOlympia“ sammelt derzeit Unterschriften, um ein Referendum zu erzwingen. Allerdings würden rechtliche Fristen eine Abstimmung erst 2027 ermöglichen – lange nach der DOSB-Entscheidung. Wie Hamburg verfügt auch das Berliner Abgeordnetenhaus nicht über die notwendige Zweidrittelmehrheit für ein Referendum.

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Unterdessen zeigen München und Nordrhein-Westfalen starke Unterstützung: Rund zwei Drittel der Einwohner stehen hinter einer Bewerbung. Doch nur drei der 16 deutschen Landesparlamente erfüllen die Voraussetzungen für ein Referendum – die meisten Regionen bleiben ohne direkte Bürgerbeteiligung.

Die DOSB-Entscheidung am 26. September wird darüber bestimmen, welche deutsche Stadt sich um die Olympischen Spiele bewirbt. Doch ohne klare öffentliche Rückendeckung oder rechtliche Wege für Volksabstimmungen in den zentralen Städten könnte der Prozess Verzögerungen oder Widerstände erfahren. Eine Bewerbung Berlins könnte zudem noch 2027 durch die Wähler gekippt werden.

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