Politik sucht Lösungen gegen explodierende Lebensmittelpreise durch Iran-Krise
Claudius KeudelPolitik sucht Lösungen gegen explodierende Lebensmittelpreise durch Iran-Krise
Deutschlands politische Führungskräfte verstärken ihre Bemühungen, die steigenden Lebensmittelpreise in Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt in den Griff zu bekommen. Eine überparteiliche Arbeitsgruppe kommt an diesem Freitag bereits zum dritten Mal zusammen, um die wachsende finanzielle Belastung der Haushalte zu thematisieren. Die SPD drängt auf schnelle Entlastungsmaßnahmen, da die Kosten weiterhin ansteigen.
Die aus SPD und CDU/CSU bestehende Koalitionsgruppe war ursprünglich eingesetzt worden, um die wirtschaftlichen Folgen der Iran-Krise zu bewerten. Mittlerweile hat sie ihr Augenmerk auf Supermarktpreise und agrarpolitische Fragen ausgeweitet. An den Gesprächen werden Vertreter des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen Raiffeisenverbandes, des Lebensmitteleinzelhandels sowie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) teilnehmen.
Esra Limbacher, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, betont, dass einkommensschwache Familien die Preiserhöhungen besonders hart treffen. Der Bundestag hat bereits Maßnahmen gegen die hohen Spritkosten ergriffen und eine Regelung verabschiedet, die Tankstellen auf eine tägliche Preisanpassung um 12 Uhr mittags beschränkt.
Bei dem Treffen am Freitag soll analysiert werden, wie die Iran-Krise die Lebensmittelpreise in die Höhe treibt und Lieferketten stört. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, praktikable Lösungen zu finden, um die Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher zu verringern. Weitere Entscheidungen zu wirtschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen werden in Kürze erwartet.






