24 March 2026, 10:23

Polizei Reutlingen kooperiert mit Initiative zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform und mit Mund-Nasen-Schutz steht vor einem Gebäude, einige halten Kameras, mit einem Banner an einer Säule und Grün im Hintergrund.

Polizei Reutlingen kooperiert mit Initiative zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit

Neue Partnerschaft: Polizei vertieft Wissen über NS-Geschichte und ihre Auswirkungen auf die heutige Arbeit

Am 18. März 2026 haben das Polizeipräsidium Reutlingen und die Initiative Feld X eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um das Verständnis von Polizeibeamt:innen für die NS-Vergangenheit und deren Bedeutung für die moderne Polizeiarbeit zu stärken. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen Bildung, Demokratieförderung und Toleranz innerhalb der Behörde.

Das Vorhaben ist Teil des landesweiten Polizeiprojekts "Strategische Patenschaften für Demokratie und Toleranz", das 2024 in Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, demokratische Werte, interkulturellen Austausch und politisches Bewusstsein unter den Beamt:innen zu festigen. Fünf speziell geschulte "strategische Pat:innen" werden künftig Workshops, Vorträge und Exkursionen für das Personal organisieren.

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Ein zentraler Baustein ist die Ausstellung "Grenzenlose Anatomie: Tübinger Wissenschaft und der Nationalsozialismus". Polizeimitarbeiter:innen nehmen an geführten Rundgängen teil, die die Verstrickung des Anatomischen Instituts der Universität Tübingen in das NS-Regime aufarbeiten. Regelmäßige Besuche werden bereits von der Initiative Feld X koordiniert.

Polizeipräsident Udo Vogel betonte die Bedeutung solcher Gedenkorte für die politische Bildung: "Es ist entscheidend, dass unsere Beamt:innen ihre Rolle bei der Wahrung grundlegender Rechte verstehen."Professorin Dr. Benigna Schön Hagen, die die Initiative vertritt, dankte der Polizei für die Unterstützung bei der Bewahrung der Ausstellung und bezeichnete die Zusammenarbeit als "wichtigen Schritt für historisch-politisches Lernen".

Langfristig profitieren die Beschäftigten von Fortbildungen durch Ausstellungen, Gastvorträge und Exkursionen, die NS-Geschichte mit aktuellen polizeilichen Herausforderungen verknüpfen. Das Projekt ist nun fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms des Polizeipräsidiums Reutlingen.

Quelle