Premiere mit Höhen und Tiefen: Wiesbadens erstes MERIAN Reisefestival überzeugt nicht alle
Maria-Theresia ThanelPremiere mit Höhen und Tiefen: Wiesbadens erstes MERIAN Reisefestival überzeugt nicht alle
Das erste MERIAN Reisefestival lockte Besucher ins Rhein-Main Congress Center in Wiesbaden
Am vergangenen Wochenende zog das erste MERIAN Reisefestival Besucher ins Rhein-Main Congress Center (RMCC) in Wiesbaden. Organisiert vom Hamburger Reistemagazin MERIAN, versprach die dreitägige Veranstaltung Inspiration, Diskussionen und Fachvorträge zu Reiszielen weltweit. Doch manche Gäste empfanden die Eintrittspreise von 25 Euro pro Tag bzw. 60 Euro für ein Wochenendticket als recht hoch für das gebotene Erlebnis.
Der Auftakt am Samstag verlief holprig: Früh anreisende Besucher hatten Mühe, den Eingang zu finden. Noch um 10 Uhr am ersten Tag fehlten Hinweisschilder oder Banner, sodass einige Gäste zunächst orientierungslos vor der Tür standen.
Doch im Inneren herrschte reges Treiben. Ein besonderer Moment entstand, als die Wiesbadener Weinkönigin barfuß in eine Klangschale stieg – Teil einer Vorstellung von Schloss Freudenberg. Die heitere Szene sorgte für Lacher im Publikum.
Auf zwei Bühnen präsentierten Referenten wie der Literaturkritiker Denis Scheck, die Reisefilmer Aaron und Achill Moser sowie der Abenteurer Jonas Deichmann ein dichtes Programm. Die Vorträge reichten von Costa Rica und Alaska bis Afrika, ergänzt durch regionale Highlights wie die Rheingau-Region. Einige Besucher merkten jedoch an, dass der lokale Stand die Attraktionen der Gegend besser hätte präsentieren können.
Bis Montag bot das Festival eine Mischung aus Vorträgen, Live-Demonstrationen und Ausstellern. Während das Angebot vielfältig war, hinterfragten einzelne Gäste, ob der Preis dem gebotenen Mehrwert entsprach.
Das MERIAN Reisefestival brachte Reisende, Experten und Aussteller unter ein Dach. Mit einer Kombination aus globalen Zielen und regionalen Besonderheiten – wie der Klangschalen-Aktion – legte es den Grundstein für künftige Auflagen. Die Veranstalter werden nun wohl das Feedback zu Preisen, Beschilderung und regionaler Vertretung für die nächste Ausgabe berücksichtigen.






