08 June 2026, 06:15

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentgesellschaft AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig stärker auf sein Kerngeschäft im Verteidigungsbereich konzentrieren will. Die Transaktion soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden – vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen und finaler Anpassungen.

Die Sparte, zu der Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice gehören, wird auch nach dem Eigentümerwechsel unter ihren bisherigen Namen weitergeführt. Im vergangenen Jahr erzielte sie einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro, wurde jedoch bereits Ende 2025 als „eingestellter Geschäftsbereich“ klassifiziert.

AEQUITA übernimmt im Rahmen der Übernahme alle 6.250 Mitarbeiter der verkauften Einheiten. Mit dem Abschluss der Transaktion wird der Umsatz des Automotive-Bereichs von AEQUITA auf etwa fünf Milliarden Euro steigen.

Drei deutsche Standorte des Gemeinschaftsunternehmens KS Huayu AluTech sind nicht Teil des Verkaufs und bleiben als Joint Venture bei Rheinmetall. Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano wird hingegen für eine Übergangsphase als „Hybrid-Standort“ weiterbetrieben, bevor es vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt wird.

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Rheinmetall behält zudem die Tochter Dermalog SensorTec und gliedert sie in die Division Weapon and Ammunition ein – ein weiterer Schritt hin zu lukrativeren Verteidigungsgeschäften mit höheren Margen.

Der Verkauf soll im vierten Quartal 2026 finalisiert werden, sofern die letzten Anpassungen und behördlichen Freigaben vorliegen. Nach dem Abschluss erweitert AEQUITA sein Portfolio im Automotive-Sektor, während Rheinmetall seine Position im Verteidigungsmarkt stärkt. Gleichzeitig sichert der Deal die Kontinuität für die Belegschaft und die Markenidentitäten der übernommenen Sparte unter neuer Führung.

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