09 June 2026, 20:18

Rheinvertiefung bei Rheinfelden: Öffentliche Anhörungen entscheiden über umstrittenes Großprojekt

Rheinfelden 20plus: Ab dem 1. Juli werden Einwände und Umweltfragen in Grenzach-Wyhlen diskutiert

Rheinvertiefung bei Rheinfelden: Öffentliche Anhörungen entscheiden über umstrittenes Großprojekt

Großprojekt zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden nimmt Gestalt an – Öffentliche Anhörungen im Juli 2026

Ein umfangreiches Vorhaben zur Vertiefung des Rheins in der Nähe von Rheinfelden schreitet voran: Für Anfang Juli 2026 sind öffentliche Anhörungen geplant. Das von der naturenergie hochrhein AG geleitete Projekt zielt darauf ab, die Stromerzeugung im Wasserkraftwerk Rheinfelden durch Umgestaltung des Flussbetts ober- und unterhalb der Anlage zu steigern. Anwohner, Unternehmen und lokale Behörden erhalten bald die Möglichkeit, ihre Position zum Vorhaben darzulegen.

„Rheinfelden 20plus“-Initiative steht im Fokus der Anhörungen am 1. und 2. Juli 2026 Die Details der Initiative werden am 1. und 2. Juli 2026 im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen erörtert. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 10 Uhr. Ob die Anhörungen öffentlich zugänglich sein werden, hängt davon ab, ob die unmittelbar Beteiligten des Verfahrens einer Öffnung zustimmen.

Umfangreiche Bauarbeiten mit Umweltfolgen Vorgesehen ist die Entfernung von etwa 35.000 Kubikmetern Gestein an zwei Abgrabungsstellen. Die Arbeiten sollen rund zweieinhalb Jahre dauern. Um die großen Materialmengen zu bewältigen, werden auf der deutschen Rheinseite zwei temporäre Anlegestellen eingerichtet. Von dort soll das ausgekofferte Gestein mit Lkw abtransportiert werden.

Während der Anhörungen werden Einwendungen und Stellungnahmen von Gemeinden, Unternehmen und Bürgern geprüft. Ein zentrales Thema wird die ökologische Auswirkung der Vertiefung sein, insbesondere auf den Oberrhein. Zudem stehen geplante Ausgleichsmaßnahmen für mögliche Beeinträchtigungen der Gewässer auf dem Prüfstand.

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Kontroverse um Nutzen und Risiken Im Landkreis Lörrach, bei Umweltschutzverbänden und in angrenzenden Gemeinden wird bereits intensiv über Vor- und Nachteile des Projekts diskutiert. Die Ergebnisse dieser Debatten könnten beeinflussen, wie die Arbeiten umgesetzt werden – etwa ob zusätzliche Schutzauflagen erforderlich sind.

Anhörungen als Weichenstellung für das Projekt Die Anhörungen bieten allen Betroffenen eine Plattform, um Chancen und Risiken des Vorhabens zu bewerten. Die dort getroffenen Entscheidungen werden den Zeitplan und die Rahmenbedingungen der Rheinvertiefung prägen. Bei einer Genehmigung könnte die Maßnahme die Stromproduktion des Wasserkraftwerks Rheinfelden deutlich erhöhen.

Quelle