Riester-Rente adé: Staat führt neues Standardprodukt für Altersvorsorge ein
Frida StiebitzRiester-Rente adé: Staat führt neues Standardprodukt für Altersvorsorge ein
Die deutsche Koalitionsregierung hat sich auf eine Reform der privaten Altersvorsorge geeinigt. Der neue Plan sieht vor, die Riester-Rente abzuschaffen und ein günstiges, staatlich gestütztes Standardprodukt einzuführen. Verbraucherschützer begrüßen den Schritt als eine längst überfällige Verbesserung für Sparer.
Die Einigung zwischen der Christlich-Demokratischen Union (CDU/CSU) und der Sozialdemokratischen Partei (SPD) markiert einen Wandel in der Altersvorsorgeplanung. Statt sich allein auf private Anbieter zu verlassen, wird künftig ein zentrales Standardprodukt neben den bestehenden Optionen angeboten. Dieses neue Modell orientiert sich am schwedischen Rentensystem, für das sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) seit über einem Jahrzehnt einsetzt.
Ein früherer Entwurf hatte vorgesehen, dass Anbieter eigene Standardprodukte auf Provisionsbasis verkaufen dürfen. Doch die finale Vereinbarung garantiert nun ein einziges, bezahlbares Referenzprodukt, mit dem sich private Alternativen messen müssen. Im Mittelpunkt steht weiterhin, das System so einfach und verbraucherfreundlich wie möglich zu gestalten.
Ramona Pop, Vorstandsvorsitzende des vzbv, bezeichnete die Einigung als "Meilenstein" für Sparer. Sie sprach von einem "guten Tag für alle, die privat fürs Alter vorsorgen müssen". Das neue Produkt soll attraktive Renditen bei gleichzeitig niedrigen Kosten bieten.
Die Bundesregierung wird nun die Riester-Rente zugunsten der neuen Standardoption auslaufen lassen. Dieses zentrale Produkt dient künftig als klarer Bezugspunkt für private Altersvorsorge. Die Änderung soll Verbrauchern einen einfacheren und zuverlässigeren Weg bieten, für den Ruhestand vorzusorgen.






