31 March 2026, 00:22

Siemens plant radikale Umstrukturierung – zwei Großsparten vor dem Aus

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Siemens plant radikale Umstrukturierung – zwei Großsparten vor dem Aus

Siemens plant im Rahmen seiner One-Tech-Company-Strategie eine umfassende Umstrukturierung. Dabei könnten zwei der größten Sparten des Konzerns – Digital Industries und Smart Infrastructure – aufgelöst werden. Vorstandsvorsitzender Roland Busch hatte den Plan bereits vor über einem Jahr intern vorgestellt.

Die geplante Neuordnung soll Siemens von einem breiten Mischkonzern zu einer schlankeren, stärker fokussierten Technologiegruppe wandeln. Statt als eigenständige Einheiten zu agieren, würden zentrale Geschäftsbereiche wie Prozessautomatisierung und Energiemanagement künftig direkt der Konzernführung unterstellt. Dies folgt auf die zuvor erfolgte Ausgliederung von Siemens Healthineers, mit der Doppelstrukturen abgebaut und die Technologieentwicklung beschleunigt werden sollten.

Aktuell sind keine Stellenstreichungen geplant, doch Anpassungen in Vertrieb, Einkauf und Entwicklung gelten als wahrscheinlich. Matthias Rebellius und Cedrik Neike, die jeweils Smart Infrastructure und Digital Industries leiten, könnten ihre Sparten umgestaltet statt abgeschafft sehen. Siemens bestätigte keine Details und verwies nach einem Bericht des Handelsblatts darauf, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

Weltweit beschäftigte das Unternehmen im September 2025 rund 318.000 Mitarbeiter. Wie viele davon von der Umstrukturierung betroffen wären, ist unklar – allein am Standort Amberg der Sparte Smart Infrastructure arbeiten etwa 2.400 Beschäftigte.

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Sollte die Reform genehmigt werden, würde sie einen tiefgreifenden Wandel im Organisationsmodell von Siemens bedeuten. Die One-Tech-Company-Strategie zielt darauf ab, Ineffizienzen zu verringern und Technologieplattformen zu vereinen. Eine finale Entscheidung steht jedoch noch aus.

Quelle