SPD-Vize Midyatlı lehnt jede Zusammenarbeit mit der AfD strikt ab
Eine führende Vertreterin der SPD hat Forderungen nach einer Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD scharf zurückgewiesen. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei, bezeichnete die Gruppe als Gefahr für die Demokratie und die menschlichen Werte. Ihre Äußerungen erfolgten, nachdem ein ehemaliger SPD-Vorsitzender Minoritätsregierungen mit Duldung der AfD ins Spiel gebracht hatte.
Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hatte SPD-Mitglieder aufgefordert, Minderheitsregierungen zu prüfen, die auf die Tolerierung durch die AfD angewiesen wären. Midyatlı lehnte diesen Vorschlag umgehend als „völlig falsch“ ab. Sie argumentierte, dass jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD demokratische Grundsätze untergraben würde.
Midyatlı ging noch weiter und bezeichnete die AfD als „unmenschlich und demokratiefeindlich“. Sie forderte eine sofortige Prüfung, ob die Partei mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Ihre Haltung war unmissverständlich: Die AfD gehöre verboten.
Die SPD-Stellvertreterin gelobte zudem, der AfD an jeder Front Widerstand entgegenzusetzen. Als Sozialdemokratin schwor sie, die rechtsextreme Gruppe „immer und überall“ zu bekämpfen.
Midyatlıs Aussagen spiegeln die tiefen Gräben wider, die es in der Frage gibt, wie mit dem wachsenden Einfluss der AfD umzugehen ist. Die SPD steht nun unter Druck, ihre Position zu möglichen Bündnissen mit der rechtsextremen Partei klarer zu definieren. Ihre Forderungen nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung und einem Verbot setzen eine deutliche Grenze gegen jede Form der Kooperation.






