27 March 2026, 08:20

Spritpreise explodieren: Super E10 und Diesel erreichen Rekordwerte durch Nahostkonflikt

Balkendiagramm, das den primären Energieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040 zeigt, unterteilt in vier Brennstoffkategorien mit prozentualer Aufschlüsselung.

Spritpreise explodieren: Super E10 und Diesel erreichen Rekordwerte durch Nahostkonflikt

Spritpreise in Deutschland schnellen nach Ausbruch des Nahostkonflikts stark in die Höhe

Bis Ende März 2026 kostet Super E10 an den Tankstellen 2,074 Euro pro Liter – ein Anstieg um 30 Cent. Auch der Dieselpreis kletterte auf 2,288 Euro, was einem Plus von 54 Cent entspricht. Angesichts wachsender Verärgerung in der Bevölkerung suchen nun sowohl die Mineralölwirtschaft als auch die Politik nach Erklärungen für die anhaltende Preisspirale und deren mögliche Folgen.

Vor Kriegsbeginn im Nahen Osten lagen die Preise für Super E10 und Diesel in Deutschland noch bei etwa 1,74 Euro pro Liter. Seither steigen die Spritkosten stetig – ähnlich wie in anderen Ländern, wenn auch teilweise mit Verzögerung. Der Branchenverband en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. wehrt sich gegen Kritik und veröffentlichte eine "Realitätscheck zu den Spritpreisen". Darin argumentiert der Verband, dass nicht die Praktiken der Industrie, sondern die globalen Marktpreise für Benzin und Diesel die Haupttreiber der Preisanstiege seien.

Zudem wies die Vereinigung Vorwürfe zurück, die Mineralölkonzerne seien schuld an den hohen Kosten. Das Bundesfinanzministerium unter Lars Klingbeil betonte unterdessen, der Staat profitiere nicht von der Preisspirale. Dennoch machen Steuern und Abgaben weiterhin etwa zwei Drittel des Benzinpreises und mehr als die Hälfte der Dieselkosten aus.

Wirtschaftsministerin Katerina Reiche warnte zudem vor möglichen Versorgungsengpässen Ende April, sollte sich der Nahostkonflikt weiter zuspitzen. Die Lage wird zusätzlich durch die deutsche Raffinerielandschaft erschwert: Über 70 Prozent der Kapazitäten liegen in der Hand von Unternehmen, die kein eigenes Tankstellennetz betreiben. Die Bundesregierung hat inzwischen erste Maßnahmen ergriffen, um die Preistreiberei einzudämmen.

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Da die Spritkosten weiter steigen, belasten die hohen Tankrechnungen die Autofahrer zunehmend. Die Regierung versucht zwar, die Lasten zu mildern – doch der Nahostkonflikt bleibt ein zentraler Faktor für Angebot und Preisentwicklung. Sollten sich die Spannungen weiter verschärfen, könnten sich die Engpässe verschlimmern und sowohl Verbraucher als auch Politiker unter noch größeren Druck setzen.

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