17 June 2026, 17:37

Streit um deutsche E-Auto-Förderung: Wer profitiert wirklich vom Milliardenprogramm?

Dealers: E-Auto-Subvention mainly goes to China

Streit um deutsche E-Auto-Förderung: Wer profitiert wirklich vom Milliardenprogramm?

Das deutsche Förderprogramm für Elektroautos hat eine Debatte über dessen Wirksamkeit ausgelöst. Während Umweltminister Carsten Schneider den Erfolg des Programms lobte, argumentieren Branchenvertreter, es habe vor allem bestehende Auftragsrückstände abgebaut, statt den Absatz neuer Fahrzeuge anzukurbeln. Der mit 3,5 Milliarden Euro ausgestattete Fonds gilt für alle Elektrofahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden, wobei Käufer bis zu 6.000 Euro Unterstützung erhalten können.

Eine Umfrage des Deutschen Automobilhändlerverbands (VAD) zeigte, dass die meisten geförderten Käufe im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro liegen. Diese Modelle stammen überwiegend von chinesischen Herstellern, da deutsche Marken in dieser Preisklasse noch nicht vertreten sind. Der VW ID.Polo, das erste deutsche Modell in diesem Segment, wird erst im September erwartet.

VAD-Präsident Burkhard Weller kritisierte, das Programm komme ausländischen Automobilherstellern stärker zugute als heimischen. Er verwies darauf, dass die Verkäufe günstiger chinesischer Elektroautos, etwa von BYD, im Mai stark angestiegen seien – einige Händler meldeten ein Plus von 235 Prozent. Weller widersprach zudem Schneiders Aussagen und betonte, die Förderung habe keine nennenswerte neue Nachfrage ausgelöst, sondern lediglich bestehende Bestellungen abgearbeitet.

Um das Programm zu verbessern, schlug Weller eine Ausweitung der Förderung auf gebrauchte Elektroautos, einen Ausbau der Ladeinfrastruktur und niedrigere Stromkosten vor. Zudem forderte er transparente Preise an Ladestationen – ähnlich wie beim Mobilfunk-Roaming: Autofahrer sollten überall ihren Heimsatz zahlen, egal wo sie laden.

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Bisher profitieren vor allem ausländische Hersteller, insbesondere aus China, von den Subventionen. Deutsche Automobilbauer könnten Boden gutmachen, sobald Modelle wie der ID.Polo auf den Markt kommen. Unterdessen mehren sich die Forderungen nach erweiterten Anreizen und Reformen der Ladeinfrastruktur.

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