Streit um Videoüberwachung in Ohligs: Grünen setzen auf Stadtgestaltung statt Kameras
Claudius KeudelStreit um Videoüberwachung in Ohligs: Grünen setzen auf Stadtgestaltung statt Kameras
In Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid ist eine Debatte über Sicherheitsmaßnahmen entbrannt, nachdem die CDU die Einführung von Videoüberwachung für einen örtlichen Fußgängertunnel vorgeschlagen hat. Die Grünen lehnen den Plan entschieden ab und argumentieren, dass eine bessere Stadtplanung – und nicht Kameras – für ein sicheres Umfeld sorge. Gleichzeitig wurde auch über die laufende Neugestaltung des Fronhof-Platzes diskutiert, wo die Pläne nun offenbar vorankommen.
Die CDU-Fraktion im Bezirksrat regte an, die Möglichkeit einer Videoüberwachung im Tunnel zu prüfen, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Grünen wies den Vorschlag jedoch kategorisch zurück. Sprecher Niklas Geßner warnte, solche Maßnahmen würden die Bürgerrechte einschränken. Stattdessen betonte die Partei, dass Sicherheit durch gut gestaltete öffentliche Räume entsteht – und nicht durch permanente Überwachung.
Die Grünen präsentierten eigene Lösungsansätze für den Fußgängertunnel, darunter eine bessere Beleuchtung, regelmäßige Instandhaltung und eine stärkere soziale Aufsicht. Zudem hoben sie die Bedeutung von Sauberkeit hervor, um das Sicherheitsgefühl in dem Bereich zu verbessern.
Unterdessen hat die Diskussion über die Umgestaltung des Fronhof-Platzes eine positive Wendung genommen. Die Grünen begrüßten, dass die CDU ihre Haltung angepasst hat und nun eine ähnliche Vision für den Platz vertritt. Helga Bisier, Mitglied der Grünen, zeigte sich erleichtert, dass das Projekt endlich voranschreiten könne. Zu den Plänen für den Platz gehören mehr Sitzgelegenheiten, Grünflächen, Wasserspiele und moderne Pflasterung. Auch die Erweiterung eines Spielplatzes ist Teil des Konzepts.
Die Grünen lobten die CDU dafür, dass sie sowohl Sicherheit als auch Sanierung in den Fokus rücke. Dennoch blieben sie dabei, dass Überwachung keine Lösung sei. Stattdessen setzten sie sich für Investitionen in die Stadtgestaltung ein, um eine einladende Atmosphäre zu schaffen.
Der CDU-Vorschlag zur Videoüberwachung im Tunnel stößt bei den Grünen auf Widerstand. Ihr Alternativkonzept setzt auf Beleuchtung, Sauberkeit und soziale Einbindung, um die Sicherheit zu erhöhen. Da die Neugestaltung des Fronhof-Platzes nun parteiübergreifende Unterstützung findet, werden die nächsten Schritte voraussichtlich gemeinwohlorientierte Verbesserungen priorisieren – und nicht Überwachungssysteme.






