30 April 2026, 14:32

Tarifstreit im Nahverkehr Sachsen-Anhalt endet mit Kompromiss nach fünf Runden

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der neben einer anderen Person vor einer Berg- und Baumkulisse steht, mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Tarifstreit im Nahverkehr Sachsen-Anhalt endet mit Kompromiss nach fünf Runden

Ein neuer Tarifabschluss für Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt auf einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Nahverkehr geeinigt. Die am 29. April 2026 finalisierte Vereinbarung kam nach fünf schwierigen Verhandlungsrunden zustande und verhindert damit Streiks, die den Verkehr in der gesamten Region lahmlegen hätten können.

Die Gespräche hatten sich wochenlang hingezogen, da die Gewerkschaften eine 35-Stunden-Woche ohne Lohnkürzungen durchsetzen wollten. Die Arbeitgeber lehnten diese Forderung zwar ab, doch in anderen zentralen Punkten gab es Fortschritte: Beschäftigte erhalten nun höhere Zuschläge für Nacht- und Sonntagsdienste, bessere Regelungen zu Ruhezeiten sowie kürzere Schichtlängen für Fahrerinnen und Fahrer.

Zudem werden die Ausbildungsvergütungen an die TVöD-Tarifstruktur des öffentlichen Dienstes gekoppelt, was künftige Anpassungen sichert. Die Arbeitgeber verdoppeln ihre Zuschüsse zu den Führerscheinkosten der Mitarbeiter. Darüber hinaus können Beschäftigte einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche Urlaubstage umwandeln.

Obwohl der Kompromiss Arbeitsniederlegungen abwendet, kommt er die Unternehmen teuer zu stehen. Die Verkehrsbetriebe bezeichneten die Einigung als schmerzhaft angesichts der finanziellen Belastung durch die neuen Konditionen.

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Der Tarifabschluss bringt vorerst Stabilität für das Nahverkehrsnetz in Sachsen-Anhalt. Die Beschäftigten profitieren von besseren Zuschlägen für unattraktive Arbeitszeiten, flexibleren Urlaubsoptionen und verbesserten Arbeitsbedingungen. Offengeblieben ist jedoch die Forderung nach der 35-Stunden-Woche.

Quelle