29 April 2026, 12:21

Terrassengebühren in Ostdeutschland: Von 52 Euro bis über 1.000 Euro pro Saison

Ein Berliner Restaurant mit Holztischen und -stühlen in der Nähe eines großen Fensters, das eine Außenstraße mit Fußgängern, Gebäuden und städtischen Elementen zeigt.

Terrassengebühren in Ostdeutschland: Von 52 Euro bis über 1.000 Euro pro Saison

Eine neue Umfrage offenbart erhebliche Unterschiede bei den Terrassengebühren, die Kommunen in Ostdeutschland erheben. Während einige Städte die Abgaben komplett abgeschafft haben, verlangen andere für eine standardmäßige Außengastronomie mehr als 1.000 Euro. Die Ergebnisse zeigen, wie lokale Regelungen die Kosten für Gastronomen prägen.

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Im Mittelpunkt der Studie stand ein typischer Betrieb: eine 25 Quadratmeter große Terrasse in zentraler Lage, die in der Hauptsaison von Mai bis September genutzt wird. Im Durchschnitt fallen für ein solches Vorhaben 328 Euro an Terrassengebühren an. Doch die Kosten unterscheiden sich zwischen den Städten deutlich.

Besonders hoch sind die Abgaben in Wernigerode mit 1.163 Euro – eine Folge unter anderem einer Regeländerung aus dem Jahr 2023, die einen Zuschlag für Terrassen auf dem zentralen Marktplatz einführte. Auch Lutherstadt Wittenberg und Halle (Saale) liegen mit 750 beziehungsweise 700 Euro über dem Durchschnitt.

Am anderen Ende der Skala erheben Schönebeck und Zeitz mit nur 52 beziehungsweise 56 Euro die niedrigsten Gebühren. Fünf Kommunen – Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Eisleben – haben die Terrassengebühren sogar vollständig gestrichen. Die Umfrage ergab zudem, dass ein Fünftel aller untersuchten Städte und Gemeinden keine solchen Abgaben erhebt.

Nicht berücksichtigt wurden in der Analyse die Verwaltungskosten für Genehmigungsanträge. Die Forscher stellten fest, dass ein Verzicht auf Terrassengebühren kaum Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte hätte, da diese in den meisten Fällen weniger als 0,05 Prozent der Gesamteinnahmen ausmachen.

Die Ergebnisse zeigen ein Flickwerk unterschiedlicher Regelungen: Einige Städte erheben hohe Gebühren, andere haben sie abgeschafft. Für Gastronomen können die Unterschiede jährlich Hunderte, wenn nicht gar Tausende Euro ausmachen. Angesichts des geringen finanziellen Spielraums könnten lokale Behörden die Gebühren ohne größere Haushaltsbelastungen überdenken.

Quelle