27 March 2026, 10:22

Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter entfacht Debatte über Sicherheit in Zügen

Altes Buch mit dem Titel "Reglamento de Conductor" und einer Zeichnung eines Zuges auf dem Titelblatt und einem Stempel auf der rechten Seite.

Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter entfacht Debatte über Sicherheit in Zügen

Forderungen nach mehr Sicherheit in Zügen werden lauter – nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter

Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter mehren sich die Rufe nach besseren Sicherheitsvorkehrungen in Zügen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) drängt auf strengere Regeln, darunter die verpflichtende Besetzung mit zwei Personen in allen Zügen. Währenddessen lehnten Verkehrsminister einige Forderungen ab, unterstützten aber andere Sicherheitsmaßnahmen.

Die EVG warnt vor steigenden Risiken für Bahnmitarbeiter. Eine Umfrage aus dem Jahr 2024 ergab, dass über 60 Prozent der Beschäftigten innerhalb eines Jahres Vorfälle erlebten. Zwar gibt es keine genauen Statistiken zu Übergriffen, doch die Gewerkschaft betont, dass dringend gehandelt werden muss.

Nach dem tödlichen Angriff forderte die EVG, dass Zugbegleiter künftig nur noch im Zweier-Team unterwegs sein dürfen. Die Verkehrsministerkonferenz wies diesen Vorschlag jedoch zurück. Stattdessen sprach sie sich für ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern im Personenverkehr aus.

Die Deutsche Bahn hat bereits Schritte zur Verbesserung der Sicherheit eingeleitet: Körperkameras werden nun an Servicekräfte ausgegeben, und die Kontrollen von Ausweisdokumenten wurden überarbeitet. Die Verkehrsminister begrüßten diese Maßnahmen, lehnten aber verbindliche Personalregelungen ab.

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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder arbeitet zudem an einer besseren Überwachung von Bahnhöfen. Bis Ende April soll eine Überprüfung aller Sicherheitsvorkehrungen abgeschlossen sein. EVG-Chef Martin Burkert kritisierte die Haltung der Minister scharf und warnte, dass die Gewalt weiter zunehmen könnte, wenn der Schutz der Beschäftigten nicht deutlich verstärkt werde.

Die Debatte über die Sicherheit im Schienenverkehr hält an, während Gewerkschaften und Minister um Lösungen ringen. Die Deutschen Bahn hat erste Maßnahmen umgesetzt, doch die EVG besteht darauf, dass noch mehr getan werden muss. Eine Bewertung der Änderungen wird bis Ende April erwartet.

Quelle