Veganes Hack-Hakenkreuz: Provokante AfD-Protestaktion in Heidenheim sorgt für Ermittlungen
Claudius KeudelVeganes Hack-Hakenkreuz: Provokante AfD-Protestaktion in Heidenheim sorgt für Ermittlungen
Linksextreme Aktivist:innen haben eine Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim gestört, indem sie aus veganem Hackfleisch ein Hakenkreuz formten. Die von einer Gruppe des Zentrums für Politische Schönheit organisierte Aktion umfasste eine politische Botschaft als Warnung vor der rechtsextremen Partei. Die Polizei ermittelt mittlerweile wegen möglicher Verstöße gegen geltendes Recht.
Der Vorfall ereignete sich in einem Hotel, in dem die Alternative für Deutschland (AfD) zu einem Frühstücksempfang eingeladen hatte. Die Aktivist:innen formten aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch ein Hakenkreuz und umrahmten es mit den Worten „Hütet euch vor der NSAFD“. Das in Deutschland normalerweise verbotene Symbol wurde gezielt als Teil einer politischen Aussage eingesetzt.
Das Zentrum für Politische Schönheit, bekannt für spektakuläre und provokante Aktionen, bekannte sich zu der Tat. In der Vergangenheit hatte die Gruppe bereits mit aufsehenerregenden Protesten auf sich aufmerksam gemacht, darunter die Unterbrechung eines ARD-Interviews mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel. Einige Beteiligte berichteten später von Drohungen durch AfD-Politiker:innen nach der Aktion.
Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte die Aktion als „Schande“. Die Polizei bestätigte, dass geprüft werde, ob die Darstellung gegen Gesetze zum Umgang mit verbotenen Symbolen verstoße.
Der Protest lenkt die Aufmerksamkeit auf die Spannungen zwischen linksextremen Aktivist:innen und der AfD. Die Behörden müssen nun klären, ob durch die Einbettung eines verbotenen Symbols in eine politische Botschaft rechtliche Grenzen überschritten wurden. Die Gruppe hinter der Aktion hat eine Vorgeschichte darin, mit provokanten Methoden gegen rechtsextreme Politik vorzugehen.






