Wartburgkreis reformiert Gesundheitsversorgung mit neuem strategischem Plan
Claudius KeudelWartburgkreis reformiert Gesundheitsversorgung mit neuem strategischem Plan
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einen neuen strategischen Plan für die Gesundheitsversorgung in der Region verabschiedet. Mit der Entscheidung soll die langfristige, zugängliche und nachhaltige medizinische Versorgung im gesamten Wartburgkreis gesichert werden. Der Plan wurde am Dienstag in einer Kreistagssitzung offiziell beschlossen.
Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt der Landkreis die volle Trägerschaft und Verantwortung für das St. Georg-Krankenhaus Eisenach. Sowohl diese Einrichtung als auch das Krankenhaus Bad Salzungen bleiben in kommunaler Hand, was eine einheitliche Steuerung der Gesundheitsversorgung ermöglicht.
Der Plan unterteilt den Wartburgkreis in eine nördliche und eine südliche medizinische Versorgungszone. Jede Zone erhält ein eigenes Fachkrankenhaus, wobei beide Standorte Notaufnahmen und eine gestärkte Notfallversorgung behalten. Spezialisierte Zentren und zentrale Versorgungsbereiche werden auf die beiden Häuser verteilt, um eine effiziente Abdeckung zu gewährleisten.
Der Kreistag hat zudem neue Mitglieder in die Aufsichtsräte der St. Georg-Krankenhaus Eisenach gGmbH und der GFG gewählt. Zudem laufen Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, um die Koordination der medizinischen Leistungen zu verbessern.
Der strategische Plan setzt auf eine hochwertige Versorgung durch abgestimmte Spezialisierungen und stabile Personaldecken. Beide Krankenhäuser werden weiterhin Notfalldienste anbieten, während der Landkreis daran arbeitet, medizinisches Fachpersonal zu gewinnen und zu halten. Die Änderungen sollen bis Mitte 2026 vollständig umgesetzt sein.






