Weilar protestiert gegen geplante Windräder im Waldgebiet W 14
Maria-Theresia ThanelWeilar protestiert gegen geplante Windräder im Waldgebiet W 14
Über 200 Anwohner versammelten sich am 3. Juni in Weilar, um gegen eine geplante Windenergiezone zu protestieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Gebiet W 14 „Weilar–Salzunger Berg“, das Teil eines regionalen Plans zur Ausweitung von Windkraftstandorten ist. Die Organisatoren betonten, dass es sich um eine reine Informationsveranstaltung handele, bei der Einwände der Bevölkerung vor der Frist Ende Juli gesammelt werden sollten.
Die Kundgebung begann mit einem Sprechchor der Bürgerinitiative Stadtlengsfeld für Walderhalt, die skandierte: „Über den Wipfeln klingt – keine Windräder im Wald!“. Rita Langer, Sprecherin der Gruppe, die sich gegen die Zone W 14 engagiert, begrüßte die Teilnehmer – darunter Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk und Udo Schilling, stellvertretender Landrat des Wartburgkreises. Sie erläuterte die Details des Vorhabens und rief die Anwohner auf, formelle Einwendungen einzureichen.
Laut dem aktuellen Entwurf der Regionalplanungsbehörde Südwestthüringen sind 40 neue Windvorranggebiete mit einer Fläche von rund 7.483 Hektar vorgesehen – das entspricht etwa 1,8 Prozent der Regionsfläche. Das Gebiet W 14 grenzt an ein Sägewerk, was in Weilar und im benachbarten Urnshausen Besorgnis auslöst. Die Anwohner fürchten Lärmbelästigung, optische Beeinträchtigungen und ökologische Folgen.
Weilars Bürgermeister Harald Fey lobte die hohe Beteiligung als Zeichen für das starke bürgerliche Engagement. Die Initiative forderte zudem die betroffenen Gemeinden auf, bis zum 14. Juli schriftliche Stellungnahmen abzugeben. Alle bis dahin eingegangenen Einwände sollen am Folgetag persönlich an die Planungsbehörde in Suhl überreicht werden.
Die Gruppe hatte bereits Erfolg: Die Zone W 4 Bornkopf wurde nach ihren Protesten aus dem Entwurf für 2026 gestrichen. Nun hofft man auf ein ähnliches Ergebnis für W 14.
Bis zum 14. Juli können Anwohner Einwendungen gegen das Windkraftprojekt W 14 einreichen. Die Initiative wird die gesammelten Schreiben anschließend an das Regionalplanungsamt weiterleiten. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme des Gebiets hängt von der öffentlichen Rückmeldung und den Reaktionen der Kommunen ab.






