Wie eine Handgeste weltweit völlig unterschiedliche Botschaften sendet
Maria-Theresia ThanelWie eine Handgeste weltweit völlig unterschiedliche Botschaften sendet
Eine einfache Handgeste – der erhobene Zeigefinger oder das Zwei-Finger-Zeichen – kann weltweit völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. Während sie in manchen Kulturen als Symbol für Frieden oder Sieg gilt, drückt sie anderswo Missfallen oder sogar finanziellen Erfolg aus. Dieselbe Bewegung kann je nach Ort und Kontext verspielt oder ernst wirken.
In Deutschland kann das bloße Heben des Zeigefingers Verachtung oder scharfe Ablehnung signalisieren. Formt man mit beiden Händen jedoch ein Herz, erhält die Geste eine positive Note – sie kann „Alles in Ordnung“ bedeuten oder sogar auf Geld und Erfolg anspielen.
Für viele ist die Geste wie ein Emoji: Sie zeigt schnell Freude oder Begeisterung. In Bars steht sie oft für Frieden, besonders beim Bestellen von Getränken. Taucher nutzen sie unter Wasser als „OK“-Zeichen, um zu bestätigen, dass alles in Ordnung ist.
Die Variante mit zwei erhobenen Zeigefingern ist in westlichen Kulturen vor allem als Sieg- oder Friedenszeichen bekannt. In Ostasien hingegen posieren Menschen damit häufig auf Fotos, um Schüchternheit oder Verlegenheit auszudrücken. Anime- und Manga-Fans kennen die Geste als Ausdruck einer tieferen Bedeutung – mit einer kreativen Note versehen.
Dasselbe Handzeichen kann je nach Kultur eine völlig andere Botschaft vermitteln. Was an einem Ort als Zustimmung gilt, könnte anderswo beleidigend wirken. Gerade diese Vielseitigkeit macht die Geste zu einem mächtigen Kommunikationsmittel – ob im Alltag, in der Popkultur oder sogar unter Wasser.






