24 March 2026, 02:22

Wie Teilzeit und Sabbatical die Rente um hunderte Euro schmälern können

Liniengraph, der den Geschlechterunterschied in der Förderung über die Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie Teilzeit und Sabbatical die Rente um hunderte Euro schmälern können

Rentenkürzungen wachsen nach Berufspausen oder Teilzeitarbeit rasant an – besonders für Eltern und Menschen, die ein Sabbatical einlegen. Schon kurze Unterbrechungen oder reduzierte Arbeitszeiten führen zu dauerhaften Einbußen bei den monatlichen Zahlbeträgen. Neue Berechnungen zeigen, wie sich diese Kürzungen über die Jahre summieren – und welche Maßnahmen die Folgen abfedern könnten.

Ein einjähriger Ausstieg bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro mindert die spätere Rente um etwa 30 Euro pro Monat. Nach zwei Jahren verdoppelt sich der Verlust auf 60 Euro. Über Jahrzehnte im Ruhestand gerechnet, summieren sich diese Lücken auf mehrere tausend Euro.

Wer dauerhaft halbtags arbeitet, erhält nur halb so viele Rentenpunkte. Über 20 Jahre hinweg kann das ein Minus von rund 163 Euro monatlich bedeuten. Auch eine Reduzierung von 40 auf 30 Wochenstunden schmälert die jährlichen Punkte um etwa 25 Prozent.

Eltern, die vor 2027 Anspruch auf die Mütterrente II hatten, erhalten pro Kind bis zu drei Rentenpunkte. Aktuell entspricht jeder Punkt einem Wert von 40,79 Euro, ab Juli 2026 steigt er auf 42,52 Euro. Bei einem Kind bedeutet das heute monatlich 122,37 Euro – oder 127,56 Euro im nächsten Jahr. Die Beträge passen sich jährlich dem Rentenwert an, wobei für Ansprüche vor 2027 keine Obergrenze gilt.

Auch unbezahlter Urlaub führt zu Einbußen: Nach vier Wochen ohne Lohnzahlung ruhen die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers – mit direkten Auswirkungen auf die Rentenansprüche. Freiwillige Nachzahlungen oder Arbeitszeitkonten können solche Lücken während eines Sabbaticals ausgleichen.

Kindererziehungszeiten werden ebenfalls angerechnet: Bis zu drei Jahre pro Kind, wobei jährlich ein Rentenpunkt gutgeschrieben wird. Das bedeutet aktuell etwa 40,79 Euro mehr im Monat für die Elternrente.

Das Rentensystem bestraft Berufspausen und reduzierte Arbeitszeiten – mit Folgen, die bis weit in den Ruhestand nachwirken. Ohne Gegensteuerung können selbst kleine Auszeiten oder Teilzeitphasen die monatlichen Zahlungen um hunderte Euro schmälern. Freiwillige Zusatzbeiträge oder angerechnete Kindererziehungsjahre bleiben zentrale Hebel, um die Verluste zu begrenzen.

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