08 May 2026, 10:21

Agostea-Legende lebt weiter: Kult-Objekte finden neue Besitzer in ganz Europa

Ein Geschäft mit einem zentralen Retro-Arcade-Automaten, einer Glasvitrine auf der rechten Seite und einer retro-stylischen Beleuchtung mit Schränken, einem Fernseher und anderen Gegenständen im Hintergrund.

Agostea-Legende lebt weiter: Kult-Objekte finden neue Besitzer in ganz Europa

Kult-Objekte aus Koblenzer Legende: Agostea-Versteigerung zieht europaweite Bieter an

Erinnerungsstücke aus dem legendären Koblenzer Nachtclub Agostea sind unter den Hammer gekommen – und haben Interessenten aus ganz Europa angelockt. Der Club, der 2021 nach vier Jahrzehnten seine Pforten schloss, wird nun Stück für Stück abgebaut. Einige seiner kuriosesten Relikte – von einer Ritterrüstung bis zu einer Slush-Eis-Maschine – fanden Ende März neue Besitzer.

Die erste Auktion stieß auf großes Interesse: Käufer reisten aus Belgien, Rumänien und der Schweiz an. Ein Ingenieur machte sich sogar extra aus Zürich auf den Weg – nur um festzustellen, dass er das Koblenz am Rhein mit seinem Schweizer Namensvetter verwechselt hatte. Dennoch holte er seinen Kauf persönlich ab. Nun läuft eine zweite Versteigerung mit über 100 weiteren Objekten, die noch bis zum 13. Mai geboten werden können.

Der Agostea öffnete 1981 seine Türen und prägte 40 Jahre lang das Koblenzer Nachtleben. Als er 2021 schloss, hinterließ er einen Schatz an Devotionalien, von denen nun viele in Online-Auktionen wieder auftauchen. Bei der ersten Runde Ende März wechselten skurrile Stücke wie eine komplette Ritterrüstung und eine Slush-Eis-Maschine den Besitzer – letztere ging an den Zürcher Ingenieur, der später zugab, die deutsche Stadt mit dem Schweizer Ort verwechselt zu haben, seinen Kauf aber trotzdem persönlich abholte.

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Viele Objekte blieben vor Ort und fanden in benachbarten Betrieben ein neues Zuhause. Lokale wie das Spökes oder der Sugar Ray’s beherbergen nun Stücke aus der Agostea-Ära. Die Einnahmen aus den Versteigerungen fließen in den Rückbau der alten Bausubstanz und schaffen Platz für künftige Projekte.

Aktuell läuft eine zweite Auktion mit mehr als 100 Losen. Bieter können sich um eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone oder sogar einen Massagetisch bewerben. Die Versteigerung endet am 13. Mai – für Fans eine letzte Chance, sich ein Stück Clubgeschichte zu sichern.

Die Zukunft des Geländes selbst ist noch ungewiss. Zwar wird ein gastronomisches Konzept geprüft, doch konkrete Pläne stehen noch aus. Die Stadt hat noch nicht bekannt gegeben, wer die Fläche übernehmen oder wie das neue Projekt aussehen soll.

Die Auktionen geben den Agostea-Erinnerungsstücken ein zweites Leben: Manche bleiben in Koblenz, andere verteilen sich in ganz Europa. Die eingenommenen Mittel helfen bei der Räumung des Areals, doch seine künftige Nutzung ist noch offen. Bis dahin lebt der Mythos des Clubs weiter – in den Händen von Sammlern, lokalen Betrieben und denen, die seine Blütezeit noch in Erinnerung haben. Die Gebote für die verbleibenden Objekte laufen noch bis zum 13. Mai.

Quelle