Literarischer Abend lässt Kibbuz-Träume der 1950er wieder lebendig werden
Frida StiebitzLiterarischer Abend lässt Kibbuz-Träume der 1950er wieder lebendig werden
Ein literarischer Abend am 13. Mai lässt die Geschichten der frühen Kibbuzim Israels wiederaufleben. Bei der Veranstaltung, die Lesungen aus Amos Oz’ Zwischen Freunden präsentiert, werden die Ideale und Herausforderungen des gemeinschaftlichen Lebens in den 1950er-Jahren erkundet. Organisiert vom Katholischen Bildungswerk und dem Verein Ganey Tikva, rückt sie die Träume jener Zeit von Gleichheit und gemeinsamer Arbeit in den Mittelpunkt.
Die Kibbuz-Bewegung entstand im Heiligen Land lange vor der Gründung Israels am 14. Mai 1948. Diese Gemeinschaften strebten eine Gesellschaft ohne Geld und Privateigentum an, in der alle Mitglieder gleichberechtigt arbeiteten und Ressourcen teilten. Amos Oz’ Zwischen Freunden hält diese Vision in Erzählungen wie Esperanto fest, die von Martin handeln, einem Schuhmacher, der eine Esperanto-Gruppe gründen möchte.
Das Buch spiegelt die Spannungen des Kibbuz-Lebens in den späten 1950er-Jahren wider, als Ideale auf den Alltag trafen. Der Kibbuz-Traum prägte den jungen Staat nachhaltig und formte seine frühe Identität. Beim anstehenden Abend liest Heinz D. Haun Auszüge aus dem Werk, begleitet von Arne Meinhardt am Akkordeon und Anaïs am Cello.
Die Veranstaltung beleuchtet ein prägendes Kapitel der israelischen Geschichte. Durch Oz’ Geschichten erleben die Zuschauer, wie das kollektive Leben die Entstehung der Nation beeinflusste. Die Verbindung von Literatur und Musik lädt dazu ein, den Kibbuz-Traum und sein Erbe neu zu entdecken.






