22 April 2026, 06:38

Berlin gründet landeseigenes Unternehmen für dringende Hochschulsanierungen

Schwarzes und weißes Foto eines Universitätsgebäudes mit Rundbogenfenstern und einer Tür, darunter Text.

Berlin gründet landeseigenes Unternehmen für dringende Hochschulsanierungen

Der Berliner Senat hat Pläne für die Gründung eines neuen landeseigenen Unternehmens gebilligt, das sich ausschließlich der Sanierung von Universitätsgebäuden widmen soll. Mit diesem Schritt will die Stadt das wachsende Instandhaltungsdefizit an den 11 öffentlichen Hochschulen angehen. Viele der betroffenen Bauten, die in den 1960er- und 1970er-Jahren errichtet wurden, benötigen mittlerweile eine grundlegende Modernisierung – die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 8 Milliarden Euro.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das neue Unternehmen mit dem Namen BHG wird künftig alle größeren Bau- und Instandhaltungsprojekte an Hochschulimmobilien steuern. Es übernimmt die Verantwortung für 389 Vorhaben, davon 240 dringende Sanierungsmaßnahmen. Finanziert wird das Vorhaben durch Kredite sowie Mieteinnahmen, da die Hochschulen ihre Gebäude künftig von der BHG anmieten statt sie selbst zu besitzen.

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft hat zugesagt, den Hochschulen jährlich etwa 300 Millionen Euro für Mietzahlungen bereitzustellen. Zwischen 2032 und 2046 sollen zusätzlich zwischen 220,3 und 298,6 Millionen Euro pro Jahr in laufende Sanierungen fließen. Der Plan sieht zudem vor, dass die Hochschulen Mitspracherechte erhalten: Sie werden im Aufsichtsrat der BHG vertreten sein und fordern Mitbestimmungsrechte ein.

Aktuell nutzen Berlins Hochschulen rund 450 landeseigene Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1,2 Millionen Quadratmetern. Das Gesetz zur Gründung der BHG tritt in Kraft, sobald das Abgeordnetenhaus zustimmt – die Abstimmung wird vor der Sommerpause erwartet.

Die BHG wird die Steuerung von Hochschulbauprojekten zentralisieren, um Reparaturen zu beschleunigen und die veraltete Infrastruktur zu modernisieren. Die Finanzierung basiert auf einer Mischung aus Krediten und Mieteinnahmen, wobei langfristige Investitionen bis 2046 geplant sind. Das neue System soll Verzögerungen verringern und den Hochschulen gleichzeitig eine Stimme im Prozess sichern.

Quelle