07 May 2026, 08:17

Berlin plant Olympia 2036 – doch die Kosten bleiben umstritten

Plakat für die Olympischen Spiele 1932 in Berlin, das zwei Läufer im Vordergrund zeigt.

Berlin plant Olympia 2036 – doch die Kosten bleiben umstritten

Der Berliner Senat hat sein Bewerbungskonzept für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 vorgestellt. Der Plan sieht umfangreiche Investitionen in Infrastruktur und Wettkampfstätten vor, doch Kritiker bezweifeln, dass die veranschlagten Kosten realistisch sind.

Für die Infrastruktur sind 1,59 Milliarden Euro eingeplant, davon 500 Millionen Euro für den Verkehr und 227 Millionen Euro für die Modernisierung der Sportstätten. Ein zentrales Projekt ist der Ausbau und die Überdachung des Sommerbads im Olympischen Park.

Die Betriebskosten werden auf 4,82 Milliarden Euro geschätzt und sollen durch Ticketverkäufe, Sponsoring und Marketing gedeckt werden. Nicht enthalten sind in der Kalkulation jedoch die Ausgaben für öffentliche Dienstleistungen wie Sicherheit und Verwaltung – diese sollen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Zum Vergleich: Paris gab für die Spiele 2024 allein 1,4 Milliarden Euro für Sicherheit aus.

Markus Schütte, Professor an der Universität Mainz, zweifelt die Budgetplanung an. Er warnt, dass Inflation und politische Faktoren die Kosten höher ausfallen lassen könnten als veranschlagt. Schütte wirft den Organisatoren zudem vor, mit zu optimistischen Prognosen zu arbeiten, um die Spiele finanziell tragbar erscheinen zu lassen.

Das Bewerbungskonzept des Senats trennt Betriebskosten, Investitionen und öffentliche Ausgaben. Dennoch bleiben Unsicherheiten über die endgültigen Kosten, insbesondere bei Sicherheit und Verwaltung. Sollte Berlin den Zuschlag erhalten, wäre es stark auf Einnahmen aus Tickets und Sponsoren angewiesen, um das 4,82-Milliarden-Budget für den Spielbetrieb zu decken.

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