Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit sinkenden Flächen und steigenden Kosten
Evangelos RörrichtBrandenburgs Spargelbauern kämpfen mit sinkenden Flächen und steigenden Kosten
Spargelsaison in Brandenburg hat begonnen – Bauern in Beelitz starten mit der Ernte
In Brandenburg hat die Spargelsaison begonnen: Landwirte in der Region Beelitz haben mit der Ernte des edlen Gemüses begonnen. Aktuell liegen die Preise bei 15 bis 18 Euro pro Kilogramm, doch mit steigendem Angebot dürften sie bald sinken. Doch hohe Kosten und Konkurrenz durch Importware setzen die heimischen Produzenten unter Druck.
Die Bauern in Brandenburg, dem wichtigsten Spargelanbaugebiet Deutschlands, rechnen in diesem Jahr mit einer guten Ernte. 2025 wurden trotz rückläufiger Anbauflächen fast 19.000 Tonnen geerntet. In den vergangenen fünf Jahren ist die Fläche für den Spargelanbau um 10 bis 15 Prozent geschrumpft – von etwa 1.200 Hektar im Jahr 2021 auf rund 1.000 Hektar 2025. Wirtschaftlicher Druck und Arbeitskräftemangel haben zu diesem Rückgang beigetragen.
Zusätzlich belasten gestiegene Produktionskosten die Branche. Die jüngste Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland hat die Lohnkosten in die Höhe getrieben, während die Dieselpreise aufgrund der Spannungen im Iran gestiegen sind. Gleichzeitig üben Supermarktketten massiven Preisdruck aus und zwingen die Erzeuger, geringere Erlöse zu akzeptieren.
Hinzu kommt die Konkurrenz durch günstigere Importe, insbesondere aus Spanien, Mexiko und Griechenland. Diese Herausforderungen zeigen sich zu Saisonbeginn, wenn die Preise noch bei 15 bis 18 Euro pro Kilogramm liegen. Experten erwarten jedoch einen Rückgang auf 10 bis 12 Euro pro Kilogramm, sobald die Ernte ihren Höhepunkt erreicht und das Angebot steigt.
Die Spargelbauern in Brandenburg kämpfen mit einer Mischung aus steigenden Kosten, schrumpfenden Anbauflächen und ausländischer Konkurrenz. Zwar wird eine gute Ernte erwartet, doch die Preise bleiben wahrscheinlich unter Druck – sowohl durch Marktmechanismen als auch durch das globale Angebot. Die Landwirte müssen höhere Ausgaben mit der Nachfrage nach regionalem Spargel in Einklang bringen.






