07 April 2026, 00:25

Deutsche Bahn behebt Personalnot in Stellwerken – ein historischer Durchbruch

Blaupause einer Bahnhof mit der Aufschrift "American Jobs Plan" und einem Zug auf der rechten Seite.

Deutsche Bahn behebt Personalnot in Stellwerken – ein historischer Durchbruch

Deutschlands staatlicher Bahnbetreiber beendet chronischen Personalmangel in Stellwerken

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Bis Anfang 2026 hat die DB InfraGO erstmals seit Jahren bundesweit die volle Personalstärke in den Stellwerken erreicht. Die Verbesserung folgt auf jahrelange Verspätungen, Strafzahlungen und Kritik von privaten Eisenbahnunternehmen sowie Aufsichtsbehörden.

Der anhaltende Personalmangel in Stellwerken und Leitstellen hatte zu flächendeckenden Störungen geführt. Verspätungen und Zugausfälle gehörten zum Alltag und lösten Beschwerden bei privaten Bahnbetreibern und Branchenverbänden aus. Die Bundesnetzagentur reagierte mit wiederholten Bußgeldern gegen die Deutsche Bahn, da diese die geforderte Personalausstattung nicht sicherstellte.

Um das Problem zu lösen, startete DB InfraGO eine groß angelegte Nachwuchsoffensive. Bis Dezember 2025 hatte das Unternehmen rund 2.200 neue Stellwerksmitarbeiter eingestellt und ausgebildet – ein Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dank dieser Maßnahmen erreichte die Personaldecke ab Januar 2026 im Bundesdurchschnitt 100 Prozent.

Die Bundesnetzagentur bescheinigt seitdem deutliche Fortschritte. Zwar kann es vereinzelt noch Engpässe geben, doch weitere Sanktionen sind vorerst vom Tisch. Das Unternehmen plant nun, weiterhin Fachkräfte zu gewinnen und gleichzeitig die Modernisierung der Signal- und Leittechnik zu beschleunigen.

Die vollständige Besetzung der Stellwerke markiert einen Wendepunkt für das deutsche Schienennetz. Der Betreiber hat die regulatorischen Vorgaben erfüllt und das Risiko schwerwiegender Verspätungen aufgrund von Personalmangel verringert. Künftig geht es darum, diese Standards zu halten und die Infrastruktur weiter zu modernisieren.

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