Deutschlands Grünes Band strebt UNESCO-Weltnaturerbe-Titel an – ein historisches Naturschauspiel
Maria-Theresia ThanelDeutschlands Grünes Band strebt UNESCO-Weltnaturerbe-Titel an – ein historisches Naturschauspiel
Deutschlands Grünes Band rückt näher an den UNESCO-Weltkulturerbe-Status
Das Grüne Band, eine 763 Kilometer lange Naturlandschaft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, ist einem UNESCO-Weltnaturerbe-Titel einen Schritt nähergekommen. Im Dezember 2023 wurde es auf die vorläufige deutsche Liste für das Naturerbe der Menschheit aufgenommen. Zudem prüfen die Behörden derzeit, die Bewerbung um Elemente des Kultur- und Naturerbes zu erweitern.
Seit 2018 steht das Grüne Band als Nationales Naturmonument (NNM) unter Schutz – geregelte durch das Thüringer Grünes-Band-Gesetz. Seither wird das Gebiet von der Stiftung Naturschutz Thüringen (SNT) verwaltet, die von April bis Oktober jährlich geführte Wanderungen anbietet.
Eine dieser Veranstaltungen ist die Wanderung „Basalt, Grenze, Grünes Band“, die am 8. Mai 2026 von 11 bis 13 Uhr stattfindet. Unter der Leitung des Gebietsbetreuers Ralf Hofmann führt die Route durch die Hohe Rhön, eine Region vulkanischen Ursprungs mit markanten Basaltformationen. Treffpunkt ist der Parkplatz Schwarzes Moor an der Hochrhönstraße zwischen Fladungen und Bischofsheim.
Neben den Führungen setzt sich die SNT weiterhin für die UNESCO-Anerkennung ein. Die Stiftung arbeitet daran, die ökologische und historische Bedeutung des Grünen Bandes im Rahmen des Bewerbungsverfahrens hervorzuheben.
Die Aufnahme auf die deutsche Vorlauffliste markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum UNESCO-Status. Bei Erfolg könnte das Grüne Band weltweite Anerkennung für seine einzigartige Verbindung aus Naturlandschaften und Zeitgeschichte des Kalten Krieges erhalten. Weitere Prüfungen werden zeigen, ob die Bewerbung um kulturelle und natürliche Aspekte erweitert wird.






