Dorns Steuerreform: Spitzenverdiener sollen früher und stärker zahlen
Evangelos RörrichtDorns Steuerreform: Spitzenverdiener sollen früher und stärker zahlen
Der Finanzpolitiker Florian Dorn hat neue Steuerreformvorschläge vorgelegt, die sich gezielt an Spitzenverdiener richten. Sein Plan sieht eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes sowie eine Anpassung der Einkommensgrenze vor, ab der dieser greift. Die Vorschläge haben bereits eine kontroverse Debatte ausgelöst, wobei vor allem die SPD scharfe Kritik übt.
Nach Dorns Entwurf würde der Spitzensteuersatz nicht nur steigen, sondern auch früher wirksam werden. Bisher gilt der höchste Satz ab einem zu versteuernden Einkommen von 278.000 Euro – sein Plan setzt die Schwelle jedoch auf 210.000 Euro herab. Dorn begründet dies damit, dass wohlhabendere Bürger so einen "gerechteren Beitrag" leisten würden.
Gleichzeitig verteidigte er eigenständige Steuerentlastungen für Besserverdiener. Gegenüber den Vorwürfen der SPD betonte er, sein Konzept verbinde soziale Gerechtigkeit mit wirtschaftlichem Wachstum.
Dorn hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die obersten zehn Prozent der Einkommensbezieher bereits fast 60 Prozent aller Steuern aufbrächten. Zudem sei die Mittelschicht seiner Ansicht nach deutlich weiter nach oben hin abzustecken, als allgemein angenommen werde.
Die geplanten Steueränderungen würden die Abgabenlast somit früher auf höhere Einkommen verlagern. Trotz des Widerstands bleibt Dorn bei seiner Position und wirbt für eine "fairere Verteilung". Die Diskussion über seinen Vorschlag dürfte in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen.






