19 March 2026, 12:25

Mecklenburg-Vorpommern droht Agrar-Krise durch EU-Subventionskürzungen von 160 Millionen Euro

Eine Poster-Karte der USA, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Gebiete dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommern droht Agrar-Krise durch EU-Subventionskürzungen von 160 Millionen Euro

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor erheblicher finanzieller Unsicherheit aufgrund geplanter Kürzungen der EU-Agrarsubventionen. Agrarminister Till Backhaus warnte, dass über 1.000 Betriebe in der Region durch Streichungen in Höhe von mehr als 160 Millionen Euro pro Jahr hart getroffen werden könnten. Seine Äußerungen fielen im Rahmen der jüngsten Agrarministerkonferenz in Bayern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die geplanten Kürzungen gehen auf neue EU-Regeln zurück, die Subventionen für größere Betriebe deckeln und schrittweise reduzieren. Backhaus betonte, dass diese Einschnitte schwerwiegende Folgen für den Agrarsektor der Region hätten. Zudem hob er die übergeordnete Bedeutung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hervor, die er als unverzichtbar für die ländliche Entwicklung bezeichnete – und nicht nur als reine Betriebsprämie.

Auf der Konferenz in Bad Reichenhall entwickelte sich die Düngemittelverordnung zu einem weiteren drängenden Thema. Aktuelle Gerichtsurteile haben bei Landwirten für Verunsicherung über die Regeln in nitratbelasteten Gebieten gesorgt. Backhaus forderte gemeinsam mit Vertretern Brandenburgs rechtssichere und praxistaugliche Anpassungen der Düngeregeln. Er drängte auf schnelle Lösungen, um den Betrieben dringend benötigte Klarheit zu verschaffen.

Konkrete finanzielle Zugeständnisse anderer Bundesländer wie Niedersachsen oder Brandenburg blieben auf der Konferenz aus. Im Mittelpunkt der Debatten stand stattdessen die anstehende GAP-Reform 2028, die die Förderlandschaft in ganz Europa neu gestalten könnte.

Die geplanten Subventionskürzungen und die rechtlichen Unwägbarkeiten bei den Düngeregeln verschärfen die ohnehin schwierige Lage der Landwirte. Mecklenburg-Vorpommern droht allein ein jährlicher Verlust von über 160 Millionen Euro, sollten die Änderungen wie vorgesehen umgesetzt werden. Die Minister bemühen sich weiterhin um Lösungen, bevor die Reformen 2028 in Kraft treten.

Quelle