Medienkonzentration in NRW: Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und dominiert Markt
Claudius KeudelMedienkonzentration in NRW: Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und dominiert Markt
In der deutschen Zeitungsbranche schreitet die Konsolidierung weiter voran, da große Verlage ihre Reichweite ausbauen. Anfang März gab die Rheinische Post Pläne bekannt, mehrere westfälische Zeitungen sowie deren digitale Plattformen zu übernehmen. Dies folgt auf den Kauf der Kölnischen Rundschau durch den DuMont-Verlag vom Heinen Verlag Ende Februar.
Durch die Übernahme wird die Rheinische Post zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen. Der Schritt passt in den Trend, dass große Medienkonzerne zunehmend kleinere, unabhängige Verlage aufkaufen.
Das Bundeskartellamt prüft zwar solche Fusionen, bewertet dabei jedoch ausschließlich die Auswirkungen auf Leserschaft und Werbemärkte. Rechtlich ist es nicht befugt, zu untersuchen, wie sich solche Veränderungen auf die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Leser auswirken könnten.
Die Übernahme der Kölnischen Rundschau durch DuMont Ende Februar läutete die aktuelle Welle der Konsolidierung ein. Nun verringert die geplante Übernahme westfälischer Titel durch die Rheinische Post die Zahl unabhängiger Regionalverlage weiter. Sobald der Deal abgeschlossen ist, wird die Rheinische Post den Tageszeitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen dominieren. Die Transaktion unterstreicht zudem den anhaltenden Trend zu weniger, aber größeren Medieneigentümern in Deutschland. Die regulatorische Prüfung konzentriert sich dabei allein auf den Wettbewerb – nicht auf die redaktionelle Vielfalt.






