07 May 2026, 22:19

Rheinmetall startet Marschflugkörper-Produktion und verfehlt Quartalsziele knapp

Alter deutscher Aktienchein von der deutschen Regierung ausgestellt, mit gedrucktem Text und numerischen Figuren.

Rheinmetall startet Marschflugkörper-Produktion und verfehlt Quartalsziele knapp

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat bekannt gegeben, bis Ende 2026 oder Anfang 2027 mit dem niederländischen Partner Destinus die Produktion von Marschflugkörpern aufzunehmen. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von 8 %, verblieb damit jedoch 330 Millionen Euro unter den Markterwartungen.

Der Quartalsumsatz von Rheinmetall stieg auf 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch lag das Ergebnis 330 Millionen Euro unter den Prognosen der Analysten. Das operative Ergebnis kletterte um 17 % auf 224 Millionen Euro, verfehlte aber ebenfalls die Erwartungen um 38 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand des Konzerns wuchs indes um 31 % auf 73 Milliarden Euro an, wobei erstmals auch Naval Systems enthalten sind. Rheinmetall bestätigt seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 und rechnet mit einem Umsatz von 14 bis 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 %.

Im Rahmen seiner Expansionsstrategie hat Rheinmetall ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel abgegeben und prüft den Erwerb einer Beteiligung an der rumänischen Werft Mangalia. Zudem führt das Unternehmen Gespräche mit Staaten im Nahen Osten über die Lieferung von bis zu zehn Flugabwehrsystemen im Jahr 2025.

Beim Thema Raketenproduktion erklärte Konzernchef Armin Papperger, die Verhandlungen mit Lockheed Martin über deutsche Produktionsstätten verliefen langsamer als erwartet. Parallel dazu strebt Rheinmetall eine Zusammenarbeit mit Raytheon an. Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen deutlichen Aufschwung, getrieben durch Großaufträge im Bereich Marinesysteme und militärische Fahrzeuge.

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Die Kooperation mit Destinus zur Herstellung von Marschflugkörpern soll wie geplant ab Ende 2026 oder Anfang 2027 starten. Angesichts des wachsenden Auftragsbestands und potenzieller Geschäfte in den Bereichen Marine- und Luftverteidigung rechnet Rheinmetall mit einer verbesserten Performance in den kommenden Quartalen. Analysten werden die weiteren Verhandlungen mit den großen Rüstungspartnern genau verfolgen.

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