SPD scheitert mit Plan für landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein
Frida StiebitzNord-SPD fordert Wohnungsgesellschaft - SPD scheitert mit Plan für landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein
Die SPD in Schleswig-Holstein hat sich für die Gründung eines landeseigenen Wohnungsunternehmens starkgemacht, um die Wohnungsnot in der Region zu bekämpfen. Ihr Plan sah vor, Grundstücke zu erschließen und den Bestand an Sozialwohnungen auszubauen. Doch der Vorschlag stieß in der Regierungskoalition auf heftigen Widerstand.
Die Sozialdemokraten argumentierten, ein staatliches Wohnungsunternehmen würde langfristig bezahlbaren Wohnraum sichern. Der SPD-Abgeordnete Thomas Hölck betonte die Dringlichkeit und verwies darauf, dass rund 18.000 geförderte Wohnungen bald ihren geschützten Status verlieren werden. Die Partei wollte, dass das Unternehmen sowohl Neubauten errichtet als auch einen eigenen Wohnungsbestand verwaltet.
Die Regierungskoalition aus CDU, FDP und Grünen lehnte den Vorschlag jedoch kategorisch ab. Stattdessen setzte sie auf einen anderen Ansatz: eine Beratungsagentur für Wohnungsbau. Diese soll Bauprojekte unterstützen, aber nicht als vollständig landeseigenes Unternehmen agieren.
Brandenburg bleibt das einzige Bundesland, das kürzlich erhebliche Mittel für den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt hat – 250 Millionen Euro sind für 2026 vorgesehen. Über ähnliche Pläne in anderen Bundesländern lagen in der Debatte keine weiteren Details vor.
Der SPD-Vorstoß für ein landeseigenes Wohnungsunternehmen wurde zugunsten der Beratungsagentur abgelehnt. Die Entscheidung lässt die Zukunft der 18.000 gefährdeten geförderten Wohnungen ungewiss. Schleswig-Holstein wird sich nun auf die neue Agentur verlassen müssen, um den Wohnungsbau voranzutreiben.






