19 March 2026, 10:40

Spritpreise explodieren: Politische Lösungen gegen die teure Tankfüllung in Deutschland

Gruppe von Menschen mit einer "Stoppt Benzin"-Plakette während einer Demonstration gegen die Europäische Union auf einer Straße mit Gebäuden, Bäumen und Verkehrszeichen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Arbeitnehmerflügel fordert höhere Kilometergeldzuschläge aufgrund höherer Kraftstoffpreise - Spritpreise explodieren: Politische Lösungen gegen die teure Tankfüllung in Deutschland

In den vergangenen Monaten sind die Spritpreise in Deutschland stark angestiegen und setzen Autofahrer sowie Politiker unter Druck. Schon vor dem jüngsten Preisschub, der mit den Spannungen im Nahen Osten zusammenhängt, lagen die Kosten deutlich über denen in weiten Teilen Europas. Nun fordern Politiker neue Maßnahmen, um die Belastung für Arbeitnehmer zu verringern und die Preistreiberei einzudämmen.

Noch im Februar 2026 zahlten deutsche Autofahrer im Schnitt 1,82 Euro pro Liter für Superbenzin (E5) und etwa 1,80 Euro für Diesel. Damit gehörte Deutschland zu den teuersten Märkten in der EU – die Preise lagen deutlich höher als in Ost- und Südosteuropa, wo Benzin bei rund 1,50 Euro und Diesel bei etwa 1,55 Euro pro Liter kosteten. Nur wenige Länder wie Finnland verzeichneten noch höhere Spritpreise, mit Benzinpreisen von bis zu 2,08 Euro pro Liter.

Der Bundestag bereitet nun die Debatte über einen Gesetzentwurf vor, der die jüngste Preisspirale bei Kraftstoffen bremsen soll. Zu den zentralen Vorschlägen gehören die Beschränkung von Preiserhöhungen auf einmal täglich sowie verschärfte Kartellregeln gegen marktbeherrschende Mineralölkonzerne. Zudem soll die steuerfreie Kilometerpauschale für dienstliche Fahrten von 30 Cent auf 38 Cent pro Kilometer angehoben werden – damit würde sie dem aktuellen Pendlerpauschale-Satz entsprechen.

Arbeitnehmervertreter in CDU und CSU fordern darüber hinaus höhere Entfernungsgelder, um die gestiegenen Kosten für Pendler abzufedern. Ein Vorschlag sieht ein steuerfreies Mobilitätsgeld für Beschäftigte mit hohen Fahrtkosten vor, das für Arbeitgeber einfach zu handhaben sein soll – ähnlich wie die Sonderzahlungen während der Corona-Pandemie. Um die Erhöhung der Pauschale umzusetzen, könnten die Abgeordneten entweder das Bundesreisekostengesetz ändern oder direkt im Gesetz auf die höhere Pendlerpauschale verweisen.

Falls die Neuregelungen verabschiedet werden, würden sie tägliche Preissprünge begrenzen und Pendler finanziell entlasten. Das geplante Mobilitätsgeld sowie die erhöhten Kilometergelder sollen die Belastung durch die Spritpreise für Arbeitnehmer mindern. Die Bundestagsdebatte wird zeigen, ob diese Maßnahmen tatsächlich auf den Weg gebracht werden.

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