Störche in Südhessen: Wenn Nester Strommasten und Bahnstrecken lahmlegen
Frida StiebitzStörche in Südhessen: Wenn Nester Strommasten und Bahnstrecken lahmlegen
Weißstörche sorgen in Südhessen für zunehmend größere Probleme, da ihre Population stetig wächst. Die Vögel bauen ihre Nester immer häufiger auf Strommasten und Eisenbahninfrastrukturen, was sowohl für die Tierwelt als auch für die öffentliche Versorgung Risiken birgt. Betreiber sehen sich mittlerweile mit Millionenkosten durch Schäden und Sicherheitsbedenken konfrontiert – verursacht durch diese ungewöhnlichen Brutgewohnheiten.
Besonders betroffen ist die Rhein-Main-Region, vor allem um Hochheim und Wallau. Die Nester, die mitunter mehrere hundert Kilogramm wiegen, gefährden die Stabilität von Strommasten und Oberleitungen der Bahn. Gelangen Nestmaterialien in elektrische Anlagen, kommt es häufig zu Kurzschlüssen, Bränden und Versorgungsausfällen.
Auf den Schienenstrecken 3600 und 2651 stellen die Nester ein besonderes Risiko dar. Die Deutsche Bahn arbeitet daher mit Naturschutzbehörden zusammen, um durch technische Vorkehrungen die Ansiedlung der Störche zu verhindern. Gleichzeitig lassen Netzbetreiber Nester entfernen und bringen ballonartige Abschreckungsmittel an, um die Vögel fernzuhalten.
Auch windbetriebene Abschreckungsvorrichtungen haben sich als wirksam erwiesen – allerdings nur, wenn sie hoch und breit genug montiert werden. Ohne solche Maßnahmen drohen den Störchen Stromschläge, Kollisionen und Stromausfälle, die die Betreiber jährlich Millionen kosten.
Die wachsende Storchenpopulation in Hessen erfordert kontinuierliches Handeln seitens der Infrastrukturverantwortlichen. Nester müssen geräumt, Abschreckungsmaßnahmen installiert werden, um sowohl die Vögel als auch die Stromversorgung zu schützen. Ohne Gegenmaßnahmen werden die Risiken von Bränden, Verspätungen im Bahnverkehr und tödlichen Unfällen für die Tiere weiter steigen.






