Apotheker protestieren gegen eingefrorene Vergütung trotz GKV-Überschuss
Apotheker protestieren gegen eingefrorene Vergütung trotz GKV-Überschuss
Deutschlands gesetzliche Krankenversicherung verzeichnete 2022 einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro. Doch Apothekerinnen und Apotheker kritisieren, dass ihre Rolle bei der Erwirtschaftung dieser Ersparnisse nicht gewürdigt wird – und wehren sich nun gegen blockierte Reformen. Frank-Martin Welzig, Inhaber der Hils-Apotheke, schrieb kürzlich an Gesundheitsministerin Nina Warken, um seine Frustration über die ausbleibende finanzielle Unterstützung für Apotheken zum Ausdruck zu bringen.
Im Mittelpunkt des Streits steht die feste Apothekenvergütung, das sogenannte Apothekenpackungsfixum, das seit 2021 bei 8,35 Euro pro Packung eingefroren ist. Obwohl eine Anhebung auf 9,50 Euro vorgeschlagen wurde, wurden entsprechende Erhöhungen immer wieder verschoben – zuletzt in den Bundestagsberatungen 2026. Die Bundesregierung begründete die Verzögerung mit der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Politische Uneinigkeit verschärft die Lage weiter. Während der Bundesrat höhere Gebühren entsprechend den Koalitionsvereinbarungen forderte, lehnte der GKV-Spitzenverband eine pauschale Erhöhung ab. Stattdessen schlug er gestaffelte Anpassungen vor, insbesondere für Apotheken mit hohem Umsatz und Versandapotheken. Als Kompromiss wurden jährliche Verhandlungen zwischen Apothekerverbänden und der GKV ins Spiel gebracht.
Welzig betont, dass Apotheken sowohl Anerkennung als auch angemessene Vergütung für ihren Beitrag zur Erzielung des Überschusses verdienen. Ein Großteil der Einsparungen stamme aus Rabattverträgen, die Apotheken zwingen, Patientinnen und Patienten auf andere Medikamente umzustellen – was oft zu Mehraufwand, Verunsicherung bei den Betroffenen und möglichen Problemen bei der Therapietreue führe. Den aktuellen Entwurf für das Apothekenreformgesetz, der keine Gebührenerhöhung vorsieht, bezeichnete er als "Schlag ins Gesicht" für den gesamten Berufsstand.
Der GKV-Spitzenverband hält dagegen, dass der Überschuss von 3,5 Milliarden Euro nicht ausreiche, um die Rücklagen wieder aufzubauen. Diese Haltung hat wenig dazu beigetragen, die Spannungen unter Apothekerinnen und Apothekern zu entschärfen, die sich in ihrer Arbeit nicht ausreichend gewürdigt fühlen.
Da die feste Vergütung seit 2021 unverändert bleibt, arbeiten viele Apotheken weiterhin unter finanziellem Druck. Die Debatte offenbart einen grundsätzlichen Konflikt zwischen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen und der fairen Bezahlung derer, die diese umsetzen. Eine Lösung ist vorerst nicht in Sicht – und Apothekeninhaber wie Welzig warten weiter auf politische Veränderungen.
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